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Südostbayern  |  13.06.2018  |  14:18 Uhr

Heftige Unwetter in der Region: Zahlreiche Einsätze und ein Toter

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Wassermassen in der Gemeinde Mauth im Landkreis Freyung-Grafenau. − Foto: Feuerwehr Mauth

Wassermassen in der Gemeinde Mauth im Landkreis Freyung-Grafenau. − Foto: Feuerwehr Mauth

Wassermassen in der Gemeinde Mauth im Landkreis Freyung-Grafenau. − Foto: Feuerwehr Mauth


Ein Toter, überflutete Straßen und Keller: Wieder haben Unwetter in Teilen Bayerns gewütet. Betroffen waren Niederbayern, der Süden Oberbayerns und Schwaben. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am späten Dienstagnachmittag vor Unwettern der Stufe drei von vier gewarnt. In Niederbayern waren die Feuerwehren in der Nacht auf Mittwoch im Dauereinsatz. In Landshut mussten 52 Menschen evakuiert werden. Ein Mann ist in Garmisch-Partenkirchen vom Fluss Partnach mitgerissen worden und gestorben.

Auch am Mittwoch rechnen die Meteorologen des DWD mit Dauerregen in Teilen Südbayerns. Im Alpenraum könnte es teilweise bis zu 70 Liter pro Quadratmeter bis Donnerstagnacht regnen.

Ein Toter in Garmisch-Partenkirchen

Durch den heftigen Starkregen ist der Pegel der Partnach in Garmisch-Partenkirchen am Dienstag so stark angeschwollen, dass im Ortsteil Wildenau Straßen überflutet wurden. Wie die Polizei mitteilte, beobachtete ein Zeuge wie ein 52-jähriger Mann gegen 16.30 Uhr versuchte auf der überfluteten Straße zu fahren, was ihm jedoch nicht gelang. Als er sein Auto verließ, wurde er von den Wassermassen fortgerissen. Rettungskräfte suchten mehrere Stunden nach dem Mann. Kurz vor 20 Uhr wurde nach Polizeiangaben im Ortsgebiet von Garmisch-Partenkirchen eine Person leblos in der Partnach gesichtet. Nach der Bergung des Toten durch die Wasserwacht stellte sich heraus, dass es sich dabei um den 52-jährigen Vermissten handelte. Bei den kriminalpolizeilichen Untersuchungen durch den Kriminaldauerdienst (KDD) der Kriminalpolizei Weilheim ergaben sich keinerlei Hinweise auf eine Fremdbeteiligung.

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60 Einsätze in Niederbayern

Nach einem Blitzschlag stand dieser hölzerne Carport bei Birkenthal (Gemeinde Bischofsmais) sofort in Flammen. Er brannte ebenso aus wie das darin abgestellte Auto. − Foto: Pledl/FFW Hochdorf

Nach einem Blitzschlag stand dieser hölzerne Carport bei Birkenthal (Gemeinde Bischofsmais) sofort in Flammen. Er brannte ebenso aus wie das darin abgestellte Auto. − Foto: Pledl/FFW Hochdorf

Nach einem Blitzschlag stand dieser hölzerne Carport bei Birkenthal (Gemeinde Bischofsmais) sofort in Flammen. Er brannte ebenso aus wie das darin abgestellte Auto. − Foto: Pledl/FFW Hochdorf


Wie die Polizei am Morgen mitteilte, kam es in Niederbayern in der Nacht auf Mittwoch zu 60 Einsätzen im Zusammenhang mit dem Wetter. Laut Polizei sei problematisch gewesen, dass sich die Unwetterzelle ab etwa 20 Uhr die ganze Nacht durch so gut wie nicht bewegte und bis 3 Uhr über großen Teilen Niederbayerns hing. In mindestens 20 Fällen wurden Straßen überschwemmt und mussten vorübergehend gesperrt werden, darunter auch ein Teil der Bundesstraße 301 bei Mainburg (Lkr. Kelheim). Autos wurden weggespült, Keller geflutet und Bäume umgestürzt. Besonders betroffen waren die Stadt sowie der Landkreis Landshut und der Großraum Bayerischer Wald. Die Polizei, Feuerwehren, THW, Bauhöfe und Straßenmeistereien waren im Dauereinsatz. Nach ersten Erkenntnissen gab es keine Verletzten.

Blitzeinschlag in Bischofsmais – Überschwemmung in Mauth

Die Rettungskräfte mussten in der Nacht auf Mittwoch in Niederbayern 60 Mal ausrücken – beispielsweise in Geisenhausen (Lkr. Landshut). − Foto: fib/DG

Die Rettungskräfte mussten in der Nacht auf Mittwoch in Niederbayern 60 Mal ausrücken – beispielsweise in Geisenhausen (Lkr. Landshut). − Foto: fib/DG

Die Rettungskräfte mussten in der Nacht auf Mittwoch in Niederbayern 60 Mal ausrücken – beispielsweise in Geisenhausen (Lkr. Landshut). − Foto: fib/DG


In Bischofsmais (Landkreis Regen) schlug gegen 20.20 Uhr ein Blitz in einen Doppel-Carport ein. Der überdachte Stellplatz und das Auto brannten ab. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 25.000 Euro. In Mauth (Landkreis Freyung-Grafenau) habe die Gefahr bestanden, dass ein komplettes Sägewerk weggeschwemmt wird. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz. Wegen der Gefahr der Überflutung mussten auf dem Gelände des Sägewerks zwei erwachsene Personen und zwei Kinder gerettet werden. Nach rund zwei Stunden gab es Entwarnung. Es habe keine Gefahr mehr für Menschen und das Gebäude bestanden, so die Polizei.

Evakuierungen in Landshut

Stark traf der Regen auch die Bezirkshauptstadt Landshut, die ziemlich genau mittig in der sich drehenden Regenzone lag. Mehrere kleine Bäche taten über die Ufer und auch die Isar schwoll stark an. Ab 21 Uhr mussten zahlreiche Straßen wegen Überschwemmungen gesperrt werden. Ab 23.30 Uhr mussten im Bereich des Wolfsbacher Weges laut Polizei aus Sicherheitsgründen mehrere Häuser evakuiert werden – davon waren 52 Personen betroffen. Sie wurden in der nahe gelegenen Sparkassenarena durch Hilfsdienste betreut. Verletzt wurde niemand. Gegen 1 Uhr brach dann am Wolfsbacher Weg sogar ein kleinerer Bach-Damm auf einer Länge von zwölf Metern, dies blieb aber zunächst unproblematisch, da sich das Wasser in offene Wiesen ergoss. Die evakuierten Anwohner durften gegen 3.45 Uhr wieder in ihre Wohnungen.

In Geisenhausen (Lkr. Landshut) standen am Volksfestplatz mehrere Fahrzeuge im Wasser. Auch in Mainburg (Lkr. Kelheim) wurden mehrere Fahrzeuge unterspült. Dabei landete ein Auto im Graben.

Überflutungen in Oberbayern

Schäden nach dem Unwetter in Rettenberg im Oberallgäu. − Foto: dpa

Schäden nach dem Unwetter in Rettenberg im Oberallgäu. − Foto: dpa

Schäden nach dem Unwetter in Rettenberg im Oberallgäu. − Foto: dpa


In Oberbayern habe es diverse Einsätze wegen umgestürzter Bäume und gefluteter Fahrbahnen gegeben, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rosenheim. Vor allem die Landkreise Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau waren betroffen. Insgesamt wurden 20 unwetterbedingte Einsätze verzeichnet. Es habe einige Unfälle wegen Aquaplanings gegeben. Dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt. In Jachenau (Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) musste nach einem Murenabgang die Dorfstraße gesperrt werden.

Noch während Polizei, Wasserwacht, Bergwacht, Rettungsdienst und Feuerwehr nach dem von der Partnach in Garmisch-Partenkirchen mitgerissenen 52-Jährigen suchten, wurde nach Polizeiangaben bekannt, dass zwei Wandergruppen im Bereich der Partnachklamm durch die Wassermassen eingeschlossen waren. Mit Hilfe der Bergwacht konnten diese beiden Gruppen aus der Klamm geleitet werden. Alle Wanderer kamen mit dem Schrecken davon. Eine weitere Absuche der Partnachklamm ergab, dass sich dort keine weiteren Personen mehr befanden.

In Rettenberg im Oberallgäu wurden am Dienstagnachmittag mehrere Häuser teilweise überschwemmt, wie ein Polizeisprecher sagte. Straßen seien von Wasser, Geröll und Schlamm überflutet worden. − pnp/dpa







 

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