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Mengkofen/Landshut  |  13.06.2018  |  14:30 Uhr

Altenpfleger in Niederbayern wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt

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Im Kreisseniorenheim St. Antonius in Mengkofen soll sich der Vorfall nach PNP-Informationen ereignet haben. −Foto: Archiv Manuel Birgmann

Im Kreisseniorenheim St. Antonius in Mengkofen soll sich der Vorfall nach PNP-Informationen ereignet haben. −Foto: Archiv Manuel Birgmann

Im Kreisseniorenheim St. Antonius in Mengkofen soll sich der Vorfall nach PNP-Informationen ereignet haben. −Foto: Archiv Manuel Birgmann


Nachdem im Mai 2016 in einem Seniorenheim im Landkreis Dingolfing-Landau ein damals 66-jähriger Mann - vermutlich nach einer Medikamentenverwechslung - gestorben war, ist nun gegen drei Altenpfleger Anklage wegen Mordes durch Unterlassen erhoben worden. Das gab die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt. Nach PNP-Informationen handelt es sich bei dem Seniorenheim um das Kreisseniorenheim St. Antonius in Mengkofen.

Die Anklagebehörde geht nach Abschluss der Ermittlungen davon aus, dass "in einem Pflegeheim im Landkreis Dingolfing-Landau im Mai 2016 ein damals 66-jähriger Heimbewohner verstarb, weil eine Altenpflegerin Medikamente verwechselte", heißt es in der Pressemitteilung. Es wird außerdem laut der Mitteilung davon ausgegangen, dass die 47 Jahre alte Pflegerin die Verwechslung bemerkte und zusammen mit zwei Kollegen keine medizinische Hilfe leistete, weil der Fehler vertuscht werden sollte.

Mehr dazu:
- Tod im Pflegeheim durch falsche Medikamente - Haftbefehl erlassen

Gegen die drei Altenpfleger wurde nach Abschluss der Ermittlungen am 25. Mai unter anderem wegen des Vorwurfs des Mordes durch Unterlassen Anklage erhoben. Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Angeschuldigten vor, dass sie es, um die Medikamentenverwechslung zu verdecken, absichtlich unterlassen haben, den Tod des Mannes durch medizinische Hilfe zu verhindern. Als möglichen Grund nennt die Staatsanwaltschaft in der Pressemitteilung "Furcht vor beruflichen und strafrechtlichen Konsequenzen".

Tat kam durch Geständnis vor Heimleitung ans Licht

Die Tat kam ans Licht, weil eine 60-jährige Vorgesetzte der 47-Jährigen wenige Tage nach dem Tod des Patienten gegenüber ihrer Heimleitung sowohl die Medikamentenverwechslung wie auch die anschließende Vertuschung gestand. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens gab die 60-Jährige an, dass sie zwar von der Verwechslung gewusst hatte, deren Auswirkung aber nicht erkannt und gewollt habe.

Die 47-jährige Altenpflegerin, der die Verwechslung unterlaufen war, räumte diese zwar ein, will aber ebenfalls nicht mit den schwerwiegenden Auswirkungen auf den Heimbewohner gerechnet haben. Ein 36-jährige Altenpfleger, der laut Tatverdacht von seinen Kolleginnen über die falsche Medikamentengabe informiert worden war, gab die wesentlichen Geschehensabläufe zu, behauptet aber, durch die Vorgesetzte unter Druck gesetzt worden zu sein. Die 47-jährige Altenpflegerin und deren 60-jährige Vorgesetzte befanden sich im September 2017 kurzfristig in Untersuchungshaft. Beide Haftbefehle wurden gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

In der zwanzigseitigen Anklageschrift sind vier Zeugen und zwei Sachverständige als Beweismittel benannt. Für Mord sieht das Gesetz lebenslange Freiheitsstrafe vor.

Das Landgericht Landshut hat nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und damit über eine mögliche Terminierung einer Hauptverhandlung zu entscheiden. − pnp



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