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Südostbayern  |  14.06.2018  |  09:45 Uhr

Autokorso, Arbeit, Feiern: Das müssen Fans zur WM beachten

von Johannes Munzinger

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Rauschenden Fußball-Partys wie bei der WM 2014 steht fast nichts mehr im Wege, ob beim Public Viewing oder im Autokorso. − Foto: Archiv Jäger

Rauschenden Fußball-Partys wie bei der WM 2014 steht fast nichts mehr im Wege, ob beim Public Viewing oder im Autokorso. − Foto: Archiv Jäger

Rauschenden Fußball-Partys wie bei der WM 2014 steht fast nichts mehr im Wege, ob beim Public Viewing oder im Autokorso. − Foto: Archiv Jäger


Am Nachmittag beginnt er wieder, der Ausnahmezustand: Bis zum 15. Juli, wenn die WM endet, hält König Fußball fest das Zepter in der Hand. Ein Fest für Fußballfans. Viele wollen sich kein Spiel, keine Chance zum Feiern entgehen lassen. Aber Vorsicht: Wer sich zu stark vom WM-Fieber infizieren lässt, riskiert einiges, ob am Arbeitsplatz, beim nächtlichen Freudentaumel oder bei Autokorsos durch die Städte. Die PNP erklärt, wie man das Fußballfest richtig feiert, ohne sich Abmahnungen vom Arbeitgeber oder Bußgelder von der Polizei einzuhandeln.

Darf ich in der Arbeit WM schauen?
Eine schlechte Nachricht für Fußball-Fanatiker hat der Passauer Anwalt Ralph Binder, erster Vorsitzender des Arbeitskreises der Fachanwälte für Arbeitsrecht in Niederbayern: Es gebe "überhaupt kein Recht auf Fußball schauen", schon gar nicht während der Arbeitszeit. "Arbeitszeit heißt so, weil sie das ist: Die Zeit, die vom Arbeitgeber für die Arbeitsleistung bezahlt wird." Heißt im Klartext: Wenn der Arbeitgeber das Fußballschauen verbietet, kann eine Zuwiderhandlung schnell eine Abmahnung nach sich ziehen. Ein Kündigungsgrund sei es zwar nicht, sagt Binder, aber wer nach einer Abmahnung noch einmal erwischt wird, könnte die restliche WM ungestörter verfolgen, als ihm lieb ist.

Das Gleiche gilt für Radio und sogar kurze Blicke auf einen Live-Ticker, um sich auf dem Laufenden zu halten. Wenn der Arbeitgeber die private Internetnutzung verboten hat, dann, sagt Binder, "wäre es auch verboten, sich zwischendrin die Ergebnisse über einen Live-Ticker zu holen". Übrigens: Wer wegen eines Fußballspiels krankfeiert, riskiert die fristlose Kündigung.

Darf ich in voller Fan-Montur zur Arbeit erscheinen?
Auch das, erklärt Binder, darf der Arbeitgeber grundsätzlich untersagen. Der Anwalt geht davon aus, dass Fanbekleidung vor allem in Arbeitsfeldern mit Kundenkontakt "nicht ohne Weiteres erlaubt sein" dürfte. Auch hier bestimmt also der Chef, was erlaubt ist und was nicht.

Wie findet man eine einvernehmliche Lösung?
Binder rät Arbeitgebern wie Arbeitnehmern, alles vorher klar zu kommunizieren: Ist es möglich, dass Überstunden gemacht werden, um geschaute Spiele auszugleichen? Darf im Büro ein Radio laufen? Im besten Fall könne ein Arbeitgeber die WM zur Motivationssteigerung nutzen, indem er etwa die ganze Belegschaft gemeinsam schauen lässt. "Von strikten Verboten halte ich nichts", sagt Binder, "weil die Leute, die darauf brennen, sowieso nur halb bei der Sache sind."

Erlaubt die Polizei Autokorsos?

Ja, aber nur bis zu einer gewissen Grenze. Autokorsos sind im Grunde ein eindeutiger Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung, aber wie auch bei den jüngsten Fußball-Großereignissen will die Polizei wieder Augenmaß walten lassen. "Natürlich ist gegen Autokorsos nichts einzuwenden", heißt es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Niederbayern. Solange alles im Rahmen bleibt und niemand gefährdet wird, dürfen Fans ihrer Freude auch heuer im Auto Ausdruck verleihen.

Was müssen Autokorso-Teilnehmer unbedingt beachten?
"Wir haben kein Interesse daran, den Fans was zu vermiesen", sagt Alexander Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Das sei aber noch lange kein Freifahrtschein, wer über die Stränge schlägt, wird bestraft. Bei überfahrenen roten Ampeln, überladenen Autos und Fans, die sich aus Fenster oder Schiebedach lehnen, endet die Toleranz der Beamten. Auch die übermäßige Belästigung anderer, etwa durch ewige Hupkonzerte, ist verboten. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit Bußgeldern rechnen: Von fünf Euro für Hupen-Missbrauch bis hin zu 80 Euro für ein gefährlich überladenes Fahrzeug. Alkohol und Drogen am Steuer sind sowieso tabu.

Darf ich mein Auto schmücken?
Grundsätzlich ja. Aufkleber, kleine Flaggen, Überzüge, alles kein Problem, solange keine Gefahr entsteht. Die Fanartikel dürfen die Sicht und das Gehör des Fahrers auf keinen Fall beeinträchtigen. Fahnen, die breiter als 2,55 Meter sind, sind verboten.

Darf auch nach 22 Uhr laut gemeinsam geschaut werden?
Ja, aber nur mit Genehmigung. Die Bundesregierung hat wie üblich den Lärmschutz während der WM gelockert Das ermöglicht den Kommunen, Gemeinden und Städten, Ausnahmen zu erlassen, damit bei Abendspielen nicht vor Schlusspfiff abgeschaltet werden muss.

Gilt die Ausnahmeregelung für private Feiern?
Wer glaubt, seine private Gartenfeier wegen der Ausnahmeregelung bis spätnachts ungebremst laufen lassen zu dürfen, der irrt. Alexander Huber betont: "Das ist keine Allgemeinverfügung!" Ohne Genehmigung gilt wie immer: Ab 22 Uhr ist Ruhe angesagt!






 

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