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Freilassing  |  08.09.2018  |  11:48 Uhr

Nach zwei Jahren: Grabdieb bringt Christbaum auf Friedhof zurück

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Der vor zwei Jahren verschwundene Baum ist wieder an Ort und Stelle. Der Hintereingang des Friedhofs wird aus Angst vor weiteren Diebstählen inzwischen am Wochenende verschlossen. −Fotos: Johannes Geigenberger

Der vor zwei Jahren verschwundene Baum ist wieder an Ort und Stelle. Der Hintereingang des Friedhofs wird aus Angst vor weiteren Diebstählen inzwischen am Wochenende verschlossen. −Fotos: Johannes Geigenberger

Der vor zwei Jahren verschwundene Baum ist wieder an Ort und Stelle. Der Hintereingang des Friedhofs wird aus Angst vor weiteren Diebstählen inzwischen am Wochenende verschlossen. −Fotos: Johannes Geigenberger


Es ist eine besonders verwerfliche Straftat: Ein Diebstahl von Blumen oder Kerzen von einem fremden Grab. Auch am Freilassinger Friedhof (Landkreis Berchtesgadener Land) gehen offenbar Langfinger um. Doch einen Dieb plagte nun das schlechte Gewissen: Er brachte einen vor zwei Jahren gestohlenen Christbaum zurück und setzte ihn heimlich wieder ein.

Seit dem Diebstahl begleitet Renate Michl (Name von der Redaktion geändert) ein ungutes Gefühl zum Grab. Die Freilassingerin ist fast täglich am Friedhof, um dort ihre verstorbenen Lieben zu besuchen. "Ich glaub, ich seh‘ nicht recht", habe sie sich angesichts des zurückgekehrten Baums gedacht, als sie eines Morgens wieder an das Grab zurückkehrte. Darin fanden ihr Sohn und ihr Ehemann ihre letzte Ruhe, die durch Schicksalsschläge aus dem Leben gerissen worden waren. Noch immer belastet der Verlust die Freilassingerin schwer. Deshalb will sie auch nicht ihren echten Namen in der Öffentlichkeit nennen.

"Ich frage mich, wer so etwas macht?"

Trotzdem ist es ihr wichtig, die Geschichte vom zurückgebrachten Christbaum zu erzählen, denn das Gefühl, dass sich am Friedhof Langfinger herumtreiben, lässt ihr keine Ruhe. "Ich frage mich, wer so etwas macht", sagt sie bei einem Ortstermin am "Tatort". Denn der materielle Wert des Christbaums sei schließlich sehr niedrig. Michl hatte ihn vor zwei Jahren zu Weihnachten eingepflanzt. Kurz nach den Festtagen dann der Schock: Der Christbaum war verschwunden – samt Weihnachtsschmuck. "Das tat richtig weh in der Seele", schildert Michl, die sichtlich noch immer mitgenommen von den damaligen Ereignissen ist.

Denn beim Diebstahl des Christbaums blieb es nicht: Um das unschöne Loch, dass der ausgerissene Christbaum hinterlassen hat, zu füllen, kaufte ihre Tochter einen Hibiskus-Strauch. "So schön geblüht hat der", erzählt sie. Aber es dauerte kein halbes Jahr, da war auch der wieder gestohlen. Deprimiert entschied sie sich, erst einmal nichts Neues mehr anzupflanzen und stattdessen Efeu über die Sache wachsen zu lassen.

Vergessen konnte sie den Vorfall aber nicht – und war deshalb sprachlos, als der Christbaum plötzlich wieder genau an der Stelle stand, von wo er einst gestohlen worden war. Michl ist sich sicher: "Es muss der Dieb gewesen sein, der den Baum wieder eingegraben hat. Die Fläche war inzwischen von Efeu überwuchert, nur der Täter konnte wissen, wo er hingehört." Warum der Dieb den Baum zurückgebracht hat? "Ich glaube, der gestohlene Baum hat dem Dieb einfach kein Glück gebracht", sagt sie. So richtig freuen kann sie sich deshalb nicht über die Rückgabe. Stattdessen hofft sie, dass sie nie mehr einen solchen Diebstahl erleben muss und fordert Polizei und Stadt auf, mehr gegen Grabdiebe zu unternehmen.

Die Polizei sieht aber keinen Anlass für einen verstärkten Einsatz am Friedhof. Denn auch wenn dieser "Doppel-Diebstahl" ein anderes Bild vermittelt: "Uns wurde zuletzt keine erhöhte Anzahl von Grabdiebstählen gemeldet", begründet Der stellvertretende Dienststellenleiter Peter Hußl . Er fordert Betroffene deshalb dazu auf, sich in jedem Fall zu melden – selbst wenn der materielle Schaden nur niedrig ist. − jagMehr dazu lesen Sie in oberbayerischen Ausgaben Ihrer Heimazeitung vom 8. September oder hier auf PNP Plus.






 

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