• pnp.de
  • heimatsport.de


pnp.de 22.03.2019



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Passau:  |  10.01.2019  |  15:54 Uhr

Staatsanwalt im Fall Maurice: "Keine Körperverletzung mit Todesfolge"

Lesenswert (14) Lesenswert Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Bei einer Schlägerei in Passau kam im Frühling 2018 ein 15-Jähriger ums Leben. Die Angeklagten haben sich nun vor dem Landgericht Passau zu verantworten. −Foto: Cavar

Bei einer Schlägerei in Passau kam im Frühling 2018 ein 15-Jähriger ums Leben. Die Angeklagten haben sich nun vor dem Landgericht Passau zu verantworten. −Foto: Cavar

Bei einer Schlägerei in Passau kam im Frühling 2018 ein 15-Jähriger ums Leben. Die Angeklagten haben sich nun vor dem Landgericht Passau zu verantworten. −Foto: Cavar


Im Falle der Schlägerei im April 2018 in einer Passauer Unterführung, bei der der 15-jährige Maurice zu Tode kam, sind am Mittwoch die Plädoyers verkündet worden. Wie das Landgericht Passau am Donnerstag bekannt gab, sieht die Staatsanwaltschaft bei keinem der Angeklagten den Tatbestand der Körperverletzung mit Todesfolge erfüllt. Das Urteil soll stattdessen auf gefährliche Körperverletzung und Beteiligung an einer Schlägerei lauten.

Mehr dazu auf unserer Sonderseite zum Fall Maurice.

Der Staatsanwalt beantragte für den Hauptkonkurrenten von Maurice eine Jugendstrafe von drei Jahren und drei Monaten. Ihm wird zudem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Dem ältesten Angeklagten wird zusätzlich zu der Maurice-Tat das unerlaubte Führen einer Schusswaffe zur Last gelegt. Für ihn wird eine Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten ohne Unterbringung in einer Entziehungsanstalt gefordert, davon drei Jahre und neun Monate für die Maurice-Tat und zehn Monate für die Waffe.

Für den Angeklagten, der schlichtend in die Auseinandersetzung eingriff, wurden zwei Jahre Jugendstrafe auf Bewährung gefordert. Der jüngste Angeklagte soll laut Staatsanwalt drei Jahre Jugendstrafe erhalten.

Anwalt von Maurices Mutter fordert über sechs Jahre Freiheitsstrafe

Der Anwalt der Mutter von Maurice sieht den Tatbestand der Körperverletzung mit Todesfolge gegeben. Er beantragte für den ältesten Angeklagten sechs Jahre und drei Monate Gesamtfreiheitsstrafe, für den jüngsten zwei Jahre und fünf Monate Jugendstrafe. In den Fällen des Schlichters und des Hauptkonkurrenten schloss er sich dem Staatsanwalt an. Der Anwalt des Vaters sieht die Körperverletzung mit Todesfolge nur beim Hauptkonkurrenten gegeben, für den er vier Jahre Jugendstrafe forderte. Bei den anderen schloss er sich dem Staatsanwalt an mit Ausnahme des jüngsten Angeklagten, für den er ein Jahr und sechs Monate Jugendstrafe beantragte.

Die Verteidiger forderten für ihre Mandanten wie folgt: Der älteste Angeklagte solle wegen gefährlicher Körperverletzung mit Beteiligung an einer Schlägerei und das Führer der Waffe eine Gesamtfreiheitsstrafe verbüßen, die der Verteidiger nicht genauer bezifferte, die jedoch die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt beinhalten solle. Der Hauptkonkurrent solle hinsichtlich der Maurice-Tat freigesprochen werden und für die anderen Anklagepunkte eine Weisung mit Verbleib in einer Jugendeinrichtung erhalten. Der Verteidiger des Schlichters forderte Freispruch und Entschädigung für die erlittene Untersuchungshaft, der des jüngsten Angeklagten eine Weisung, Sozialstunden und den Verbleib in einer Jugendeinrichtung wegen gefährlicher Körperverletzung und die Beteiligung an einer Schlägerei. Das Urteil wird am Donnerstag, 17. Januar, gegen 14 Uhr öffentlich verkündet. − pnp



Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2019
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am



Anzeige











Nach diesem Unfall im August 2017 weigerte sich der Unfallverursacher, die Rechnung für die Feuerwehr zu zahlen. −Archivfoto: BRK BGL

Die Feuerwehr darf nach Verkehrsunfällen zwar Aufgaben der Polizei übernehmen...



Den letzten Wunsch erfüllte am Mittwoch das Herzenswunsch-Hospizmobil einer 88-Jährigen. Am Friedhof Windberg konnte die 88-Jährige zusammen mit ihren Brüdern noch einmal das Familiengrab besuchen. −Foto: BRK KV Straubing-Bogen

Das Herzenswunsch-Hospizmobils des BRK-Kreisverbandes Straubing-Bogen gibt es seit 2018...



Für den jungen Motorradfahrer kam jede Hilfe zu spät. −Foto: Lamminger

Bei einem tragischen Unfall im Grenzgebiet der Landkreise Altötting und Traunstein ist am frühen...



Während des Vorfalls wurde vorübergehend der Verkehr auf der Saalbrücke angehalten. −F.: Michael Hudelist

Bei einer Grenzkontrolle am Dienstag vergangenen Woche wurde erstmals ein Einreisender verletzt...



−Symbolfoto: dpa

BMW, Daimler und Audi machen weniger Gewinn und senken deshalb auch ihre Mitarbeiterbeteiligung...





Markus Raupach leitet derzeit den Fußball-Stützpunkt am Tassilo-Gymnasium in Simbach. −Foto: Christian Butzhmammer

Fußball-Regionalligist TSV Buchbach kann einen Nachfolger für Anton Bobenstetter präsentieren...





Bis zu drei Hunde wurden in einen viel zu kleinen Käfig gesperrt. Insgesamt waren 69 Tiere im Kleintransporter. Sie sollten von Rumänien nach England, Belgien und Frankreich gebracht werden. −Foto: Bundespolizei Passau

Tierschutz sollte eigentlich anders aussehen. Ein Verein aus Baden-Württemberg hat 65 Hunde und vier...



Das Schiff "Mare Jonio" mit 49 Migranten an Bord dockt im Hafen der Insel Lampedusa an. - Foto: Elio Desiderio/ANSA/AP

Nach der Rettung von 49 Migranten im Mittelmeer haben die italienischen Behörden die Beschlagnahme...



In den Standort Burghausen der Wacker Chemie AG fließen heuer über 410 Millionen Euro für Investitionen in neue Anlagen und für Instandhaltungen. − Fotos: Wacker

Die Frage nach einer sicheren Stromversorgung in großem Ausmaß und das zu wettbewerbsfähigen Preisen...



Ein Sattelzug verlor Schlachtabfälle auf der B304. −Foto: FDL

Ein kurioser Unfall hat sich am Mittwochnachmittag auf der B304 in Traunstein ereignet...



Die Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff (l-r), Horst Köhler und Joachim Gauck bei einer Gedenkstunde im Bundestag. - Foto: Wolfgang Kumm/Archiv

Der Bundestag hat die finanziellen Regeln für ehemalige Bundespräsidenten und Bundeskanzler...