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Trostberg/Landkreis Traunstein  |  10.01.2019  |  17:58 Uhr

Späte Info über Ausfall: Schulen in Trostberg und Co. im Stress

von Thomas Thois

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Auch am tief verschneiten Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg fiel gestern der Unterricht aus. Weil das aber erst um 8 Uhr fest stand, waren trotzdem viele Schüler gekommen. Diese wurden beaufsichtigt oder unterrichtet. Nur Schüler, deren Eltern verständigt werden konnten, durften sich abholen lassen. −Fotos: Thomas Thois

Auch am tief verschneiten Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg fiel gestern der Unterricht aus. Weil das aber erst um 8 Uhr fest stand, waren trotzdem viele Schüler gekommen. Diese wurden beaufsichtigt oder unterrichtet. Nur Schüler, deren Eltern verständigt werden konnten, durften sich abholen lassen. −Fotos: Thomas Thois

Auch am tief verschneiten Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg fiel gestern der Unterricht aus. Weil das aber erst um 8 Uhr fest stand, waren trotzdem viele Schüler gekommen. Diese wurden beaufsichtigt oder unterrichtet. Nur Schüler, deren Eltern verständigt werden konnten, durften sich abholen lassen. −Fotos: Thomas Thois


"Aufgrund der aktuellen Wetterlage entfällt der Unterricht ausnahmslos an allen Schulen im Landkreis Traunstein bis einschließlich Freitag, 11. Januar." Von dieser Mitteilung des Landratsamtes Traunstein wurden einige der bislang nicht betroffenen Schulen im nördlichen Landkreis am Donnerstag kalt erwischt. Denn: Die Info kam erst gegen 8 Uhr, als die meisten Kinder und Jugendlichen den beschwerlichen Weg zur Schule schon hinter sich hatten.

"Der Zeitpunkt war denkbar ungünstig, das hat ein ziemliches Chaos verursacht", kritisiert Christine Neumaier, Direktorin des Hertzhaimer-Gymnasiums Trostberg (HGT) "Viele Schüler wollten sich natürlich sofort wieder auf den Heimweg machen. Aber wir sind für ihre Sicherheit verantwortlich. Da Überblick und Kontrolle zu behalten, ist schwierig. Wir können und dürfen keinen ohne Einwilligung der Eltern gehen lassen", erklärt Neumaier. Entsprechend heiß geglüht seien die Telefondrähte im Sekretariat. Wegen einiger ausgefallener Buslinien seien zwar die meisten, aber nicht alle der 630 Gymnasiasten erschienen. Für diese habe man eine Mischung aus Unterricht und Betreuung bis 12.45 Uhr aufrecht erhalten. Wer wollte, konnte sich – natürlich nur mit dem offiziellen Segen der Eltern – abholen lassen oder heimgehen.



Auch in anderen Landkreisen gab es ähnlichen Ärger:
- Schulausfälle: Busunternehmer sauer über späte Entscheidung
- Späte Info über Schulausfall sorgt für Ärger

Mit Blick auf die Wetterprognosen und angesichts der vielen Kommunikationswege wie Internet oder Radio hätte man den Unterricht am Vorabend oder so wie im Nachbarlandkreis Rosenheim schon um 6 Uhr absagen müssen, findet die HGT-Chefin.

Dies hätte auch Schülern, Eltern und Personal der Staatlichen Realschule Trostberg mühsame Anfahrten und und viel Koordinierungsaufwand erspart. "Bei uns klingelt pausenlos das Telefon", so Schulleiterin Helga Weise-Fürmaier. Von den etwa 80 Prozent der 800 Schüler, die es bis in die Klassenzimmer geschafft hatten, wollten viele sofort wieder heim. "Wir können sie aber nicht einfach irgendwo mitfahren und ins Ungewisse auf die Straße entlassen", so Weise-Fürmaier, die deshalb per Durchsage regulären Unterricht anwies, so dass gestern in der Realschule auch Schulaufgaben geschrieben wurden.

"Man kann es nie allen recht machen", erklärt Michael Reithmeier, Pressesprecher des Landratsamtes Traunstein. Dass der Zeitpunkt der Meldung Eltern und Schulen Unannehmlichkeiten bereitet hat, sei bedauerlich, und man werde die Gesamtabläufe in Sachen Schneefälle am Ende auch auf den Prüfstand stellen. Grundsätzlich habe die gesamte Woche aber gezeigt, dass es richtig ist, sich in Absprache mit dem Schulamt von Tag zu Tag zu entscheiden. Schließlich sei der Unterricht zum Beispiel am Mittwoch problemlos möglich gewesen, obwohl am Vorabend viel mehr Schnee prognostiziert worden war. "Das ist oft auch wie der berühmte Blick in die Glaskugel", so Reithmeier.

Zudem sei die Lage von Ort zu Ort verschieden, betont der Pressesprecher. Wegen der Schnaitseer Höhenlage habe es dort schon am Mittwoch keinen Unterricht mehr gegeben. Am Donnerstag hätten die Schulen in Engelsberg, Chieming, Nußdorf und Obing über ihre Kanäle schon sehr früh den Unterrichtsausfall bekannt gegeben.

Mehr dazu lesen Sie kostenlos auf PNP Plus und am 11. Januar in der Heimatzeitung.






 

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