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Traunstein/Altenmarkt  |  12.01.2019  |  17:39 Uhr

Mordprozess: "Mutter und Sohn hatten gutes, inniges Verhältnis"

von Monika Kretzmer-Diepold

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Der 21-jährige Ulrich W. (links), hier mit seinem Verteidiger Adam Ahmed, soll im September 2017 seine Mutter im Haus der Familie in Altenmarkt an der Alz (Landkreis Traunstein) umgebracht haben. −Foto: Alexander Augustin

Der 21-jährige Ulrich W. (links), hier mit seinem Verteidiger Adam Ahmed, soll im September 2017 seine Mutter im Haus der Familie in Altenmarkt an der Alz (Landkreis Traunstein) umgebracht haben. −Foto: Alexander Augustin

Der 21-jährige Ulrich W. (links), hier mit seinem Verteidiger Adam Ahmed, soll im September 2017 seine Mutter im Haus der Familie in Altenmarkt an der Alz (Landkreis Traunstein) umgebracht haben. −Foto: Alexander Augustin


Im Mordprozess gegen einen 21-jährigen Altenmarkter, der seine Mutter (53) in der gemeinsamen Wohnung in Altenmarkt brutal getötet und die Leiche in einem Wald bei Schnaitsee vergraben haben soll, ging es am Freitag um die Persönlichkeit des Opfers. In Vernehmungen hatte der Angeklagte seine Mutter als "Monster" bezeichnet, ihr psychische Veränderungen bis hin zu Verfolgungswahn unterstellt. Eine 51-jährige Zeugin zeichnete von der Toten vor der Jugendkammer als Schwurgericht am Freitag ein anderes Bild.

Die Verstorbene war demnach eine Pferdenärrin. Das Wohlergehen ihres Tieres lag ihr sehr am Herzen. Eine andere Zeugin (36) meinte am Freitag vor der Kammer mit Vorsitzendem Richter Dr. Klaus Weidmann: "Es war ihr Heiligtum." Ab 2014 hatte die 53-Jährige das Pferd nach und nach in insgesamt acht verschiedenen Ställen in der Region untergebracht. Sie war sehr besorgt um ihren vierbeinigen Liebling, äußerte Kritik, wenn sie Grund dafür sah.

Mehr dazu:
- Mordprozess von Altenmarkt: "Es war das Beste, sie zu töten"
- Prozess: Sohn soll seine Mutter grausam getötet haben
- Mutter erschlagen und vergraben: Zwei Oberbayern vor Gericht
- Kinder finden vergrabene Leiche in einem Wald bei Schnaitsee + Video

Das betonte am Freitag die 51-jährige Zeugin, die die Verstorbene seit 2012 kannte: "Sie war sehr nett, freundlich und aufmerksam. Manchmal war sie ein bisschen fahrig. Termine hielt sie superpünktlich ein. Bei ihrem Pferd wollte sie alles ganz korrekt haben. Wenn ihr was nicht passte, hat sie es gesagt. Sie wollte immer das Beste für ihr Pferd. Wenn sie etwas moniert hat, war das berechtigt." Einige der Reitställe hätten den Vertrag mit der 53-Jährigen gekündigt.

Bereits mehrere Zeugen hatte das Schwurgericht zum Wesen, zur Persönlichkeit des Mordopfers befragt. Unter ihnen war vor acht Wochen eine 54-Jährige. Die Frau erinnerte sich, die Familie habe die 53-Jährige als "krank" dargestellt. Sie selbst jedoch habe sie "nie als krank empfunden". Ihre Freundin sei weltoffen, viel gereist gewesen, habe gerne getanzt. Mit ihrem Umfeld habe sie sich auseinandergesetzt: "Sie hatte ihre Vorstellungen. Man konnte sie relativ schwer davon abbringen." Mutter und Sohn hätten ein gutes, ein inniges Verhältnis gehabt. Dem Buben zuliebe habe die 53-Jährige nicht gearbeitet. "Sie hat ihr ganzes Leben auf den Sohn abgerichtet", berichtete die 54-Jährige im November im Zeugenstand. − pnpMehr dazu lesen Sie kostenlos auf PNP Plus.



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