• pnp.de
  • heimatsport.de


pnp.de 22.03.2019



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Christchurch  |  15.03.2019  |  07:34 Uhr

49 Tote nach Angriffen auf zwei Moscheen in Neuseeland

Lesenswert (2) Lesenswert Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Polizisten halten Wache in einem Park gegenüber einer Moschee im Zentrum. Bei Angriffen auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind am Freitag mehrere Menschen getötet worden. −Foto: dpa

Polizisten halten Wache in einem Park gegenüber einer Moschee im Zentrum. Bei Angriffen auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind am Freitag mehrere Menschen getötet worden. −Foto: dpa

Polizisten halten Wache in einem Park gegenüber einer Moschee im Zentrum. Bei Angriffen auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind am Freitag mehrere Menschen getötet worden. −Foto: dpa


Bei einem Angriff auf zwei Moscheen in Neuseeland sind am Freitag mindestens 49 Menschen getötet und Dutzende weitere schwer verletzt worden. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern stufte die Attacken in der Stadt Christchurch als "terroristischen Angriff" ein. Als mutmaßlicher Haupttäter wurde ein 28-jähriger Australier festgenommen, der am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden soll. Zudem gab es zwei weitere Festnahmen. Aus Sorge vor weiteren Angriffen wurden die Sicherheitsvorkehrungen vor anderen Moscheen verschärft. Die Bluttat löste weltweit Entsetzen aus.
(Einen Liveticker mit allen aktuellen Entwicklungen finden Sie am Ende des Berichts)

Der Angriff hatte gegen 13.45 Uhr (1.45 Uhr MEZ) in der Al-Nur-Moschee begonnen, die in der Innenstadt liegt. Zur Zeit des Freitagsgebets drang ein bewaffneter Mann in die Moschee ein und schoss mit einer Schnellfeuerwaffe um sich. In dem Gebäude hielten sich nach Augenzeugenberichten etwa 300 Menschen auf. Auf seinem Kopf trug der Mann eine Helmkamera, die seine Tat filmt. Die erschütternden Bilder waren dann auch längere Zeit im Internet zu sehen. Die Polizei fand in dem Gotteshaus und davor insgesamt 41 Leichen.

Einige Zeit später fielen dann auch in einer anderen, etwa sechs Kilometer entfernten Moschee Schüsse, ebenfalls in Christchurch. Dabei gab es nach Angaben der Polizei mindestens sieben Tote. Ein Verletzter starb später im Krankenhaus. Die Polizei wollte sich nicht näher dazu äußern, ob es sich um denselben Attentäter handeln könnte. Der genaue Ablauf der Tat war auch nach Stunden noch nicht geklärt. 48 Menschen wurden mit Schusswunden in Krankenhäuser gebracht.

Mutmaßlicher Haupttäter in Auto gestoppt

Der mutmaßliche Haupttäter wurde später von Beamten in seinem Auto gestoppt. Zwei weitere Verdächtige, die ebenfalls im Besitz von Schusswaffen waren, wurden festgenommen. Eine vierte Person kam wieder auf freien Fuß. Nach Polizeiangaben wurden an Autos auch Sprengsätze entdeckt. Zu den Hintergründen der Tat äußerte sich die Polizei bislang nicht.

Aus Angst vor weiteren Angriffen blieben Schulen und andere öffentliche Gebäude in der Stadt stundenlang verriegelt. Die Polizei appellierte an die Bevölkerung - insbesondere an Muslime -, zu Hause zu bleiben. Erst am Abend (Ortszeit) entspannte sich die Lage wieder.

Viele Menschen in dem Pazifikstaat reagierten geschockt. Neuseelands Premierministerin Ardern sprach von einem der "dunkelsten Tage" in der Geschichte des Landes. Australiens Premierminister Scott Morrison bestätigte, dass einer der Verdächtigen Australier sei. Er sprach von einem "rechtsextremistischen gewalttätigen Terroristen". Im Internet kursiert auch ein 74-seitiges "Manifest", das von dem mutmaßlichen Täter stammen soll und in dem er die Tat ankündigt. Die Polizei äußerte sich zunächst nicht dazu, ob sie es für echt hält. Auch zu den Opfern gab es bislang keine genauen Angaben.

Weltweites Entsetzen

Weltweit löste die Tat Entsetzen aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, die Attacke sei gegen Muslime gerichtet und damit auch ein Anschlag auf die neuseeländische Demokratie. Auch Länder wie die USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Indien, Israel und die Türkei verurteilten die Attacke und drückten Neuseeland ihre Solidarität aus.

In Neuseeland ist nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung muslimischen Glaubens. Viele der etwa 50.000 Muslime sind Einwanderer aus Staaten wie Pakistan oder Bangladesch. Größte Religionsgruppe in Neuseeland ist das Christentum.

Die Stadt Christchurch hat mehr als 350.000 Einwohner und liegt auf der Südinsel des Pazifikstaats. Bürgermeisterin Lianne Dalziel sagte: "Alle sind geschockt. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas hier passieren kann." − dpa



Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2019
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am



Anzeige











Nach diesem Unfall im August 2017 weigerte sich der Unfallverursacher, die Rechnung für die Feuerwehr zu zahlen. −Archivfoto: BRK BGL

Die Feuerwehr darf nach Verkehrsunfällen zwar Aufgaben der Polizei übernehmen...



Den letzten Wunsch erfüllte am Mittwoch das Herzenswunsch-Hospizmobil einer 88-Jährigen. Am Friedhof Windberg konnte die 88-Jährige zusammen mit ihren Brüdern noch einmal das Familiengrab besuchen. −Foto: BRK KV Straubing-Bogen

Das Herzenswunsch-Hospizmobils des BRK-Kreisverbandes Straubing-Bogen gibt es seit 2018...



Für den jungen Motorradfahrer kam jede Hilfe zu spät. −Foto: Lamminger

Bei einem tragischen Unfall im Grenzgebiet der Landkreise Altötting und Traunstein ist am frühen...



Während des Vorfalls wurde vorübergehend der Verkehr auf der Saalbrücke angehalten. −F.: Michael Hudelist

Bei einer Grenzkontrolle am Dienstag vergangenen Woche wurde erstmals ein Einreisender verletzt...



−Symbolfoto: dpa

BMW, Daimler und Audi machen weniger Gewinn und senken deshalb auch ihre Mitarbeiterbeteiligung...





Markus Raupach leitet derzeit den Fußball-Stützpunkt am Tassilo-Gymnasium in Simbach. −Foto: Christian Butzhmammer

Fußball-Regionalligist TSV Buchbach kann einen Nachfolger für Anton Bobenstetter präsentieren...





Bis zu drei Hunde wurden in einen viel zu kleinen Käfig gesperrt. Insgesamt waren 69 Tiere im Kleintransporter. Sie sollten von Rumänien nach England, Belgien und Frankreich gebracht werden. −Foto: Bundespolizei Passau

Tierschutz sollte eigentlich anders aussehen. Ein Verein aus Baden-Württemberg hat 65 Hunde und vier...



Ein Audi-Logo ist an einem Kühlergrill zu sehen. - Foto: Uli Deck/Archiv

Der Autohersteller Audi will zum Mai eine Dauernachtschicht in Ingolstadt streichen...



Kinder spielen im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Ägäisinsel Lesbos. Deutschland darf Asylbewerber in ein anderes europäisches Land abschieben, auch wenn das Sozialsystem dort mangelhaft ist. - Foto: Petros Giannakouris/AP

Deutschland darf einen Asylbewerber einem Urteil des höchsten EU-Gerichts zufolge wegen...



Das Schiff "Mare Jonio" mit 49 Migranten an Bord dockt im Hafen der Insel Lampedusa an. - Foto: Elio Desiderio/ANSA/AP

Nach der Rettung von 49 Migranten im Mittelmeer haben die italienischen Behörden die Beschlagnahme...



In den Standort Burghausen der Wacker Chemie AG fließen heuer über 410 Millionen Euro für Investitionen in neue Anlagen und für Instandhaltungen. − Fotos: Wacker

Die Frage nach einer sicheren Stromversorgung in großem Ausmaß und das zu wettbewerbsfähigen Preisen...