• pnp.de
  • heimatsport.de


pnp.de 21.03.2019



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Passau/Pfarrkirchen/Straubing  |  15.03.2019  |  18:17 Uhr

Hunderte Schüler bei Klima-Demos in der Region - Das sagen Schulleiter

von Oliver Glombitza

Lesenswert (4) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken


  • Artikel 28 / 37
  • Pfeil
  • Pfeil




Etwa 150 Schüler und Erwachsene zogen am Freitagmittag durch die Passauer Innenstadt. Von der Cagnes-sur-mer-Promenade ging es über den ZOB bis in die Fußgängerzone. −Foto: Glombitza

Etwa 150 Schüler und Erwachsene zogen am Freitagmittag durch die Passauer Innenstadt. Von der Cagnes-sur-mer-Promenade ging es über den ZOB bis in die Fußgängerzone. −Foto: Glombitza

Etwa 150 Schüler und Erwachsene zogen am Freitagmittag durch die Passauer Innenstadt. Von der Cagnes-sur-mer-Promenade ging es über den ZOB bis in die Fußgängerzone. −Foto: Glombitza


Neuer Rekord bei den Klimademonstrationen: Tausende Schüler und Studenten sind am Freitag in ganz Bayern für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen - so viele wie noch nie. Im Freistaat folgten dem Aufruf Schüler in mehr als einem Dutzend Städte. Auch in der Region gingen viele Menschen auf die Straße.

Allein in München kamen mit zeitweise 10.000 Teilnehmern doppelt so viele wie erwartet. Angeführt wurde der Protestzug dort von Schülern des Karlsgymnasiums Bad Reichenhall. Auch in Nürnberg wurde die erwartete Zahl von 2000 Demonstranten überschritten. In Augsburg schlossen sich mit 1500 Teilnehmern dreimal so viele Schüler wie erwartet der Bewegung #FridaysForFuture an. Weltweit lief der Protest in mehr als 120 Ländern und 2000 Städten.

Auch viele Menschen bei Demos in der Region

Rund 100 Menschen demonstrierten in Pfarrkirchen (Landkreis Rottal-Inn), etwa 200 in Straubing und über ein Dutzend in Dingolfing und Landau. In Passau gingen rund 150 Demonstranten auf die Straße. Es war bereits die fünfte Demonstration seit Aufkommen der "Fridays-for-Future"-Schülerbewegung in Stadt und Landkreis Passau. Mit Parolen wie "Hopp, hopp, hopp, Kohlestopp" oder "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut" zogen die Schüler ab 11.30 Uhr durch die Passauer Altstadt - von der Cagnes-sur-mer-Promenade über den ZOB bis in die Fußgängerzone.

Mehr dazu:
- Video: Schüler streiken für bessere Zukunft
- Fridays for Future: "Wir haben konkrete Forderungen" + Video
- Lehrerpräsident zu Klimademos: "Wir wollen politisch mündige Bürger"
- Schwänzen für die Klimapolitik: Kultusminister warnt

Die Karlsgymnasiastenaus Bad Reichenhall an der Spitze des Demonstrationszugs der "Fridays for Future"-Bewegung in München mit ihrem Plakat "Der Klimawandel ist tot, der Klimakollaps da". Danach ging es in die Staatskanzlei zur Übergabe einer Petition. −Foto: Annabella Angerer-Schneider

Die Karlsgymnasiastenaus Bad Reichenhall an der Spitze des Demonstrationszugs der "Fridays for Future"-Bewegung in München mit ihrem Plakat "Der Klimawandel ist tot, der Klimakollaps da". Danach ging es in die Staatskanzlei zur Übergabe einer Petition. −Foto: Annabella Angerer-Schneider

Die Karlsgymnasiastenaus Bad Reichenhall an der Spitze des Demonstrationszugs der "Fridays for Future"-Bewegung in München mit ihrem Plakat "Der Klimawandel ist tot, der Klimakollaps da". Danach ging es in die Staatskanzlei zur Übergabe einer Petition. −Foto: Annabella Angerer-Schneider


Während bei der Kundgebung in der vergangenen Woche noch in den Ferien demonstriert wurde, ließen die Schüler dieses mal wieder den Unterricht "ausfallen". Aber wie sehen die Schulleiter das? Die PNP hat sich umgehört:

Gymnasium Vilshofen, Schulleiter Stefan Winter: "An der ersten Demo in Vilshofen am 1. Februar haben etwa 80 Schüler des Gymnasiums teilgenommen, da haben wir ein Auge zugedrückt. Bei allen weiteren Demonstrationen wäre es rein juristisch ein unerlaubtes Fernbleiben vom Unterricht und es drohen Ordnungsmaßnahmen, beispielsweise ein Verweis."

Adalbert-Stifter-Gymnasium Passau, Schulleiter Guntram Kraus: "Wenn aktuell Schüler zu mir kommen würden, um sich vom Unterricht befreien zu lassen, müsste ich abwägen, ob ich den Antrag akzeptiere. Bei den Klassen Q12 könnte kommen wer will, da würde ich es ablehnen. Das Abitur rückt ja näher. Außerdem können die Demonstrationen während der Schulzeit ja keine Dauerlösung sein: Es besteht ja kein direkter Zusammenhang zwischen dem Klimaschutz und dem bestreiken des Unterrichts."

Wilhelm-Diess-Gymnasium Pocking, Schulleiter Martin Thalhammer: "In den letzten Wochen haben sechs Schüler an den Demonstrationen teilgenommen. Wir haben bei uns die Regelung, dass jeder Schüler einmal an einer Demonstration teilnehmen darf. Danach muss dann aber in der Klasse ein Vortrag gehalten oder eine Ausstellung vorbereitet werden zum Thema, was man selber oder was wir als Schule für den Klimaschutz machen können. Wichtig ist mir, dass die Schüler bei sich selbst beginnen. Die Teilnahme an der Demonstration muss persönlich bei mir im Rahmen eines 15-minütigen Gesprächs beantragt werden."

Realschule Hauzenberg, Wolfgang Falk: "Es hat bisher bei den Schülern noch kein Interesse bestanden, weswegen ich mir noch keine Gedanken gemacht habe, wie ich verfahren würde für den Fall, dass Schüler streiken gehen wollen." − dao/cav/dpa

Viele weitere Stimmen zu den Demos lesen Sie am Wochenende kostenlos mit PNP Plus.






 

(dies stellt eine direkte Verbindung Ihres Browsers zu Facebook her)
Weitere Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung (Abschnitt: Nutzung von Drittanbieter-Plug-Ins)


Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2019
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am




Anzeige











Für den jungen Motorradfahrer kam jede Hilfe zu spät. −Foto: Lamminger

Bei einem tragischen Unfall im Grenzgebiet der Landkreise Altötting und Traunstein ist am frühen...



−Symbolbild: dpa

Meist über ein Jahr lang bereiten sich Jura-Studenten darauf vor. Und dann das: In Bayern sind 40...



Bis zu drei Hunde waren in zu kleinen Käfigen unterwegs, meldete die Bundespolizei. 27 Tiere kamen ins Tierheim. −Bundespolizei Passau

Die Leidtragenden der Geschichte sind auf den ersten Blick die 23 Hunde und vier Katzen...



−Symbolfoto: Matthias Adam

Eine 16-jährige Münchnerin ist durch einen Stromschlag in einer Badewanne gestorben...



−Symbolfoto: PNP

Der österreichische Schauspieler Matthias Messner ("Rosenheim Cops") ist am Mittwochabend tot in...





Markus Raupach leitet derzeit den Fußball-Stützpunkt am Tassilo-Gymnasium in Simbach. −Foto: Christian Butzhmammer

Fußball-Regionalligist TSV Buchbach kann einen Nachfolger für Anton Bobenstetter präsentieren...



Noch einigermaßen bespielbar war der Töginger Wasserschloss-Platz vorige Woche beim 1:4 gegen Bogen, aber die Partie hat den Zustand des Rasens natürlich weiter verschlechtert. Hier eine Aktion von Christopher Scott (li.). −Foto: Butzhammer

Witterungsbedingt war am vergangenen Wochenende nur ein reduziertes Programm über die Bühne gegangen...





Bis zu drei Hunde wurden in einen viel zu kleinen Käfig gesperrt. Insgesamt waren 69 Tiere im Kleintransporter. Sie sollten von Rumänien nach England, Belgien und Frankreich gebracht werden. −Foto: Bundespolizei Passau

Tierschutz sollte eigentlich anders aussehen. Ein Verein aus Baden-Württemberg hat 65 Hunde und vier...



Das Schiff "Mare Jonio" mit 49 Migranten an Bord dockt im Hafen der Insel Lampedusa an. - Foto: Elio Desiderio/ANSA/AP

Nach der Rettung von 49 Migranten im Mittelmeer haben die italienischen Behörden die Beschlagnahme...



In den Standort Burghausen der Wacker Chemie AG fließen heuer über 410 Millionen Euro für Investitionen in neue Anlagen und für Instandhaltungen. − Fotos: Wacker

Die Frage nach einer sicheren Stromversorgung in großem Ausmaß und das zu wettbewerbsfähigen Preisen...



Ein Sattelzug verlor Schlachtabfälle auf der B304. −Foto: FDL

Ein kurioser Unfall hat sich am Mittwochnachmittag auf der B304 in Traunstein ereignet...



Die Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff (l-r), Horst Köhler und Joachim Gauck bei einer Gedenkstunde im Bundestag. - Foto: Wolfgang Kumm/Archiv

Der Bundestag hat die finanziellen Regeln für ehemalige Bundespräsidenten und Bundeskanzler...