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Amtsveterinär im Interview  |  22.05.2019  |  19:30 Uhr

Rinderzuchtverband beteiligt sich nicht an umstrittenen Transporten

von Thomas Thois

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Knapp 15.000 Rinder aus Bayern wurden im vergangenen Jahr in Nicht-EU-Länder exportiert. Für viele Amtsveterinäre ein Unding, weil die geltenden Tierschutzvorschriften auf diesen langen Fahrten oft missachtet werden. −Fotos: Animals’ Angels/red

Knapp 15.000 Rinder aus Bayern wurden im vergangenen Jahr in Nicht-EU-Länder exportiert. Für viele Amtsveterinäre ein Unding, weil die geltenden Tierschutzvorschriften auf diesen langen Fahrten oft missachtet werden. −Fotos: Animals’ Angels/red

Knapp 15.000 Rinder aus Bayern wurden im vergangenen Jahr in Nicht-EU-Länder exportiert. Für viele Amtsveterinäre ein Unding, weil die geltenden Tierschutzvorschriften auf diesen langen Fahrten oft missachtet werden. −Fotos: Animals’ Angels/red


Im Konflikt um Rinder-Exporte in Nicht-EU-Länder befindet sich der Landkreis Traunstein in der glücklichen Lage, einen "sehr vernünftigen" Rinderzuchtverband zu haben, wie es Dr. Jürgen Schmid, der Leiter des Veterinäramtes, formuliert. Die landwirtschaftlichen Betriebe würden sich an den umstrittenen Tiertransporten in Länder wie Usbekistan oder die Türkei nicht beteiligen, nachdem Fachartikel und TV-Dokumentationen aufgedeckt hatten, dass es auf den Fahrten oder spätestens am Zielort zu massiven Verstößen gegen die Tierschutzvorgaben kommt.

Durch die Rechtslage sind ihm die Hände gebunden. Umso erleichterter ist Dr. Jürgen Schmid, der Leiter des Veterinäramtes Traunstein, dass der Rinderzuchtverband im Landkreis sich nicht an den umstrittenen Tiertransporten beteiligt.

Durch die Rechtslage sind ihm die Hände gebunden. Umso erleichterter ist Dr. Jürgen Schmid, der Leiter des Veterinäramtes Traunstein, dass der Rinderzuchtverband im Landkreis sich nicht an den umstrittenen Tiertransporten beteiligt.

Durch die Rechtslage sind ihm die Hände gebunden. Umso erleichterter ist Dr. Jürgen Schmid, der Leiter des Veterinäramtes Traunstein, dass der Rinderzuchtverband im Landkreis sich nicht an den umstrittenen Tiertransporten beteiligt.


Umso größer ist das Unverständnis des Amtstierarztes über die jüngsten Urteile des Verwaltungsgerichts München und des Verwaltungsgerichtshofs. Diese untersagen Veterinären in Altötting und Ebersberg per Eilbeschluss, die Vorzeugnisse für tierquälerische Transporte zu verweigern. Die Heimatzeitung hat Dr. Schmid zu dem Thema befragt.

Mehr dazu:
- Tiertransporte: Auch VGH stellt sich gegen Altöttinger Landratsamt
- Urteil: Veterinäre müssen Zeugnisse für Tiertransport ausstellen

Herr Schmid, der Streit um den Export von jährlich knapp 15000 Rindern aus Bayern in Länder außerhalb der Europäischen Union schlägt hohe Wellen: Die Rinder müssen auf den Fahrten tagelang Hitze oder Kälte aushalten, haben kaum Platz auf den Lastwagen, bekommen viel zu wenig zu trinken und zu fressen, werden zu selten für Erholungspausen ausgeladen und an den Zielorten oft unter grausamen Umständen geschlachtet. Wie viele Tiere aus dem Landkreis Traunstein sind davon betroffen?

Dr. Jürgen Schmid: Zum Glück nur sehr wenige. Wir haben Ende 2017 mit unserem Rinderzuchtverband die Vereinbarung treffen können, dass er sich aus diesen Geschäften heraushält, solange die Bedenken nicht aus der Welt sind. Dass die Verbandsmitglieder dahinter stehen, ist sehr erfreulich.

Aber es gibt Ausnahmen?

Dr. Schmid: Ja. Wir haben das Problem, dass der Zuchtverband Mühldorf etwas in den Norden unseres Landkreises hineinreicht. Über diesen führen einige Landwirte Einzeltiere aus. Wegen der rechtlichen Situation waren und sind uns die Hände gebunden. Wir müssen die Vorzeugnisse ausstellen. Aber wir haben Einzelgespräche mit diesen Landwirten geführt. Bei einigen hat der Appell an die Verantwortung für das Tierwohl gefruchtet. So waren es seit Ende 2017 nicht mehr als 90 Rinder, die unseren Landkreis auf diesem Weg verlassen haben.

Aber auch der Politik müsste daran gelegen sein, schließlich ist der Tierschutz in der Bayerischen Verfassung als Staatsziel verankert.

Dr. Schmid: Richtig. Deshalb bin ich auch enttäuscht von den Richtersprüchen, die die tierschutzrechtlichen Bedenken der Amtsveterinäre nicht anerkennen. Das ist eine seltsame Rechtsauffassung.

Das ganze Interview lesen Sie kostenlos auf PNP Plus und am 23. Mai im Trostberger Tagblatt, Traunreuter Anzeiger und der Südostbayerischen Rundschau (Online-Kiosk)






 

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