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Feucht  |  23.05.2019  |  05:51 Uhr

Nach Aktion gegen Gaffer: Kollegen zollen Verkehrspolizisten Respekt

von Horst Richter

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Geduld aufgebraucht: Nach einem tödlichen Unfall auf der A6 bei Nürnberg hat die Polizei mehrere Gaffer aus dem Verkehr gezogen - und ihnen angeboten, einen Blick auf die Leiche zu werfen. −Foto: News5

Geduld aufgebraucht: Nach einem tödlichen Unfall auf der A6 bei Nürnberg hat die Polizei mehrere Gaffer aus dem Verkehr gezogen - und ihnen angeboten, einen Blick auf die Leiche zu werfen. −Foto: News5

Geduld aufgebraucht: Nach einem tödlichen Unfall auf der A6 bei Nürnberg hat die Polizei mehrere Gaffer aus dem Verkehr gezogen - und ihnen angeboten, einen Blick auf die Leiche zu werfen. −Foto: News5


Mit diesen Folgen hatte Stefan Pfeiffer nicht gerechnet: Der Chef der Verkehrspolizeiinspektion in Feucht hatte am Dienstag nach einem tödlichen Unfall auf der A6 mit emotionalen Worten etliche Gaffer zur Rede gestellt, als sie mit gezückten Handys filmend an der Unglücksstelle vorbeigefahren waren. Der Beamte ließ einige Fahrer schließlich aussteigen und führte sie in Richtung der Leiche. Ein Video von den Vorgängen findet große Beachtung im Netz, viele Nutzer, Polizeikollegen und sogar Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zollen Pfeiffer Respekt.

Mehr dazu:
- "You want to see?" - Polizei führt Gaffer nach Unfall Richtung Unfallopfer

Pfeiffer wollte sich angesichts der vielen Anfragen nicht mehr äußern und verwies auf das übergeordnete Polizeipräsidium in Nürnberg. Sein Auftreten sei vielleicht "ein wenig rüde" und der "Situation geschuldet gewesen", meinte Elke Schönwald vom Präsidialbüro gegenüber dem "Donaukurier". Selbst wenn es nicht "der Standard polizeilichen Einschreitens gewesen ist, genießt er schon die Rückendeckung seiner Vorgesetzten". Im Netz finde der Auftritt Pfeiffers nahezu 100 Prozent Zustimmung. "Das Thema wird deutschlandweit diskutiert."

"Diese Aktion verdient meine ganze Hochachtung"

Pfeiffers Kollegen im Raum Ingolstadt - er gehörte früher der Eichstätter Bereitschaftspolizei an - hatten am Mittwoch ebenfalls einigen Gesprächsstoff. "Natürlich wird das bei uns diskutiert", sagte Heinz Rindlbacher, Leiter der Eichstätter Inspektion. "Diese Aktion verdient meine ganze Hochachtung, ich stehe voll dahinter und habe absolut Verständnis dafür. Wir kennen das Problem mit den Gaffern, wenn auch nicht so schlimm wie die Kollegen auf der Autobahn." Dafür - genauer gesagt für die A9 und A93 - ist die Verkehrspolizei Ingolstadt in der Region zuständig. Allerdings wollte deren Inspektionsleiter Jürgen Voraberger sich auf Anfrage nicht weiter äußern.

"Kollege Pfeiffer hat da sehr gut reagiert"

Helmut Fink, Chef bei der Pfaffenhofener Inspektion, sagte dagegen: "Der Kollege Pfeiffer hat da sehr gut reagiert. Wir kennen das mit den Gaffern auch bei uns hier auf dem Land. Leider sinkt die Hemmschwelle immer mehr." Mitunter würden dabei sogar Straftatsbestände erfüllt, wie etwa die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs oder des Kunsturhebergesetzes, unterlassene Hilfeleistung, Nötigung und andere. "Die Leute werden von sich selbst getrieben, immer was im Netz posten zu müssen. Uns ist es aber wichtig, dass Angehörige von Opfern nicht auf diese Weise von einem Unglück erfahren. Wir wollen die Verständigung so schonend wie möglich machen. Deshalb finde ich es spitze, dass der Kollege rigoros vorgegangen ist. Ein bisschen Erziehungseffekt gehört schon dazu", findet Pfaffenhofens Polizeichef Fink.

Video: Polizei weist Gaffer zurecht
(Kamera: News5/Schnitt: Weidlich)






 

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