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Titel geblieben, Rechte verschwunden  |  14.08.2019  |  05:44 Uhr

Aus vor 100 Jahren: Adelige aus der Region zum Ende des Adelsprivilegs

von Agnes Striegan

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Die Titel und Namen klingen einfach gut: Fürstin Gloria oder Prinz Ernst August. Aber: Weder sind sie eine echte Fürstin beziehungsweise ein echter Prinz, noch sind sie im strengen Sinn überhaupt Adelige. Vor 100 Jahren wurden die Vorrechte und Titel des Adels in Deutschland abgeschafft. −Foto der Krone der britischen Königin Queen Elizabeth II: Toby Melville/PA Wire/dpa

Die Titel und Namen klingen einfach gut: Fürstin Gloria oder Prinz Ernst August. Aber: Weder sind sie eine echte Fürstin beziehungsweise ein echter Prinz, noch sind sie im strengen Sinn überhaupt Adelige. Vor 100 Jahren wurden die Vorrechte und Titel des Adels in Deutschland abgeschafft. −Foto der Krone der britischen Königin Queen Elizabeth II: Toby Melville/PA Wire/dpa

Die Titel und Namen klingen einfach gut: Fürstin Gloria oder Prinz Ernst August. Aber: Weder sind sie eine echte Fürstin beziehungsweise ein echter Prinz, noch sind sie im strengen Sinn überhaupt Adelige. Vor 100 Jahren wurden die Vorrechte und Titel des Adels in Deutschland abgeschafft. −Foto der Krone der britischen Königin Queen Elizabeth II: Toby Melville/PA Wire/dpa


Bis 1919 war der Adel ein eigener Stand in Deutschland mit Titeln und Privilegien. Heute vor 100 Jahren verlor er seine Sonderstellung und alles, was ihn ausmachte. Die PNP hat bei Adeligen aus der Region nachgefragt, ob adelige Namenszusätze ihrer Meinung nach abgeschafft werden sollten.

Max-Georg Graf von Arco auf Valley sagt, gegenüber Adeligen herrsche eine hohe Erwartungshaltung. −Foto: Brauerei Arco Valley

Max-Georg Graf von Arco auf Valley sagt, gegenüber Adeligen herrsche eine hohe Erwartungshaltung. −Foto: Brauerei Arco Valley

Max-Georg Graf von Arco auf Valley sagt, gegenüber Adeligen herrsche eine hohe Erwartungshaltung. −Foto: Brauerei Arco Valley


Sein Name bedeute ein Bekenntnis zur Tradition und bringe die Verantwortung mit sich, den Betrieb fortzuführen wie vor Jahrhunderten, sagt Graf Arco auf Valley, Eigentümer der Graf Arco-Brauerei in Eichendorf (Landkreis Dingolfing-Landau). Von der zuletzt von den Berliner Jusos vorgebrachten Forderung, auch die adeligen Namenszusätze endlich zu streichen, hält Graf Arco unterdessen wenig: "Das ist der falsche Weg, das ist nun mal der Name, der steht in meinem Perso in der Nachnamenzeile."

Ferdinand Freiherr von Aretin spricht sich klar gegen eine Abschaffung der Adelstitel aus. Foto: Brauerei Aldersbach

Ferdinand Freiherr von Aretin spricht sich klar gegen eine Abschaffung der Adelstitel aus. Foto: Brauerei Aldersbach

Ferdinand Freiherr von Aretin spricht sich klar gegen eine Abschaffung der Adelstitel aus. Foto: Brauerei Aldersbach


Ferdinand Freiherr von Aretin, Direktor der Brauerei Aldersbach (Landkreis Passau), sieht das im Prinzip ähnlich. "Meine Güte, das ist nun mal mein Name. Das ist, wie wenn jemand Müller-Schulze heißt, der will ja auch nicht nur Schulze genannt werden." Außerdem gehörten zum Adelsstand auch bestimmte Verpflichtungen, betont er. "Keine aufoktroyierten Pflichten", erklärt er dann. Eher gehe es um gutes Benehmen, Umgangsformen, Reputation und darum, dass man sich einbringe. Der Vorschlag, die Adelstitel abzuschaffen, sei "typische Gleichmacherei, die es im Sozialismus immer gibt".

Ali Baron von Wolffersdorff könnte gut auf adelige Namenszusätze verzichten. −Foto: Gutsverwaltung Oberzwieselau

Ali Baron von Wolffersdorff könnte gut auf adelige Namenszusätze verzichten. −Foto: Gutsverwaltung Oberzwieselau

Ali Baron von Wolffersdorff könnte gut auf adelige Namenszusätze verzichten. −Foto: Gutsverwaltung Oberzwieselau


Traditionell werde ein Adelstitel wahrscheinlich immer mit Besitz in Verbindung gebracht, sagt Ali Baron von Wolffersdorff, der heute den Gutsbetrieb auf Schloss Oberzwieselau (Landkreis Regen) führt. In seinem Fall ist dieser Besitz historisch mit einem Ort verknüpft, Wolfersdorf bei Freising. "Der Titel selbst bedeutet nach Abschaffung der Adelsprivilegien wenig oder nichts." In Deutschland wäre eine Streichung der Titel seiner Meinung nach nur folgerichtig. Ein weiterer Grund: "Es gibt einige, die ihren Namen etwa durch eine Adoption aufwerten lassen. Ich wäre der Letzte, der Nein sagen würde zu einer Streichung."
Mehr dazu lesen Sie kostenlos mit PNP Plus und in der Mittwochsausgabe der Passauer Neuen Presse (Seite 3) am Online-Kiosk.






 

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