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Viechtach/Deggendorf  |  21.10.2019  |  11:36 Uhr

"Wie eine Rallye": Zeugen sagen zum Raser-Unfall von Kalteck aus

von Lea Arbinger

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Die Angeklagten (l) und (2. v.r) sitzen im Verhandlungssaal des Landgerichts neben ihren Verteidigern Thomas Krimmel (r) und Hubert Seidl (2. v.l). Die zwei Männer müssen sich wegen eines tödlichen Verkehrsunfalls vor dem Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, im Juli 2018 ein illegales Rennen mit dem Motorrad beziehungsweise Auto veranstaltet und dabei den Tod eines weiteren Autofahrers verursacht zu haben. −Foto: Binder

Die Angeklagten (l) und (2. v.r) sitzen im Verhandlungssaal des Landgerichts neben ihren Verteidigern Thomas Krimmel (r) und Hubert Seidl (2. v.l). Die zwei Männer müssen sich wegen eines tödlichen Verkehrsunfalls vor dem Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, im Juli 2018 ein illegales Rennen mit dem Motorrad beziehungsweise Auto veranstaltet und dabei den Tod eines weiteren Autofahrers verursacht zu haben. −Foto: Binder

Die Angeklagten (l) und (2. v.r) sitzen im Verhandlungssaal des Landgerichts neben ihren Verteidigern Thomas Krimmel (r) und Hubert Seidl (2. v.l). Die zwei Männer müssen sich wegen eines tödlichen Verkehrsunfalls vor dem Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, im Juli 2018 ein illegales Rennen mit dem Motorrad beziehungsweise Auto veranstaltet und dabei den Tod eines weiteren Autofahrers verursacht zu haben. −Foto: Binder


Am zweiten Prozesstag um den Raser-Unfall von Kalteck (Landkreis Regen), bei dem ein 38-jähriger Familienvater starb und sein Sohn (10) schwerst verletzt wurde, sind an diesem Montag 16 Zeugen vor Gericht in Deggendorf geladen. "Es war wie eine Rallye", sagte einer der Zeugen am Vormittag. Eine zweite Zeugin sprach von einer "irrsinnigen" Geschwindigkeit.

Der erste Zeuge, ein 29-Jähriger, fuhr den Jeep, der zunächst von Audifahrer und Motorradfahrer überholt wurde und dann kurz vor dem Unfall hinten links touchiert worden ist. Er hat den Notruf anschließend abgesetzt. Die Angeklagten waren "ziemlich schnell" unterwegs. "Es war wie eine Rallye", sagt er. Die beiden seien "ziemlich knapp aufeinander gefahren." Er habe den Eindruck gehabt, dass der Motorradfahrer den Audi-Fahrer "gejagt" hat.

Mehr dazu:
- Ihr Ehemann starb bei Raser-Unfall: Der schwere Gang von Beate A.
- Prozessauftakt zu Raser-Unfall: Angeklagter schrieb Briefe an Witwe
- Mit Video: Polizei macht Johannes nach Raser-Unfall eine Freude

Die zweite Zeugin, eine 29-Jährige, war Beifahrerin in dem Jeep. Sie kümmerte sich um ein neun Monate altes Baby auf der Rücksitzbank, das gemeinsam Kind von ihr und dem Jeep-Fahrer. Sie waren von Innenstetten in Richtung Achslach unterwegs, gleich in der ersten Kurve nach Leithen wurde das Paar überholt. Erst habe der Audi und dann das gelbe Motorrad überholt. "Die beiden Fahrzeuge waren so nah aufeinander, dass klar war, dass sie zusammen gehören", sagt sie. Auf Nachfrage des vorsitzenden Richters Dr. Georg Meiski beschrieb sie die Geschwindigkeit der Angeklagten als "irrsinnig" und "absolut verantwortungslos". "Ich kann das nicht nachvollziehen, wie man so fahren kann."

Der Audi-Fahrer entschuldigte sich nach den beiden Zeugenaussagen jeweils bei den beiden persönlich für den entstandenen Schaden.

"Schau hi, der jagt den Motorradfahrer"

Der dritte Zeuge, 42 Jahre alt, war Beifahrer im Traktor, der von dem Jeep, dem Opel, dem Audi und dem Motorrad überholt worden war. Er und der Fahrer waren mit die ersten an der Unfallstelle. Als ihn die beiden Angeklagten kurz nach Leithen überholt haben, habe er zu seinem Fahrer und Freund gesagt: "Schau hi, der jagt den Motorradfahrer!" Das Fahrverhalten des Motorradfahrers beschreibt er als "flott". Rund 500 Meter vor dem eigentlichen Unfallort bemerkte er die beiden beteiligte Fahrzeuge. Er setzte einen Notruf ab, dann sprach ihn der Motorradfahrer an und fragte, ob er seine Frau anrufen könnte. Eine Verbindung habe das Mobiltelefon aber nicht aufbauen können. Der Zeuge ging dann zum Unfallort und half den Insassen des Audi TT. Als er sich später nach dem Motorradfahrer umsah, war dieser weg. Um Heiko A. und Sohn Johannes kümmerten sich laut Zeuge bereits mehrere Ersthelfer. Kurz nach Eintreffen am Unfallort sei der Rettungsdienst schon eingetroffen. − kse/larWie der Prozess am Montag weiterging und was die übrigen Zeugen aussagen, lesen Sie ab Dienstag nach kurzer Anmeldung kostenlos auf PNP Plus und in Ihrer Passauer Neuen Presse (Online-Kiosk).






 

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