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Philippsreut/Strážný  |  03.11.2019  |  07:00 Uhr

30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs: Als aus Fremden Nachbarn wurden

von Andreas Meyer

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Philippsreuts Bürgermeister Helmut Knaus und seine Kollegin aus Strážný Jiřina Kraliková erinnern sich an die Grenzöffnung am 3. November 1989. −Fotos: Meyer

Philippsreuts Bürgermeister Helmut Knaus und seine Kollegin aus Strážný Jiřina Kraliková erinnern sich an die Grenzöffnung am 3. November 1989. −Fotos: Meyer

Philippsreuts Bürgermeister Helmut Knaus und seine Kollegin aus Strážný Jiřina Kraliková erinnern sich an die Grenzöffnung am 3. November 1989. −Fotos: Meyer


Die wohl einschneidendsten Wochen der europäischen Nachkriegsgeschichte jähren sich derzeit zum 30. Mal. Der Mauerfall am 9. November ist in Deutschland allgegenwärtig. Doch bereits einige Tage vorher war der Eiserne Vorhang eingerissen. Denn schon am 3. November öffnete die Tschechoslowakei für DDR-Bürger ihre Grenze zur Bundesrepublik.

Die deutsch-tschechische Grenze bei Philippsreut: Vor 1989 war sie unüberwindbar.

Die deutsch-tschechische Grenze bei Philippsreut: Vor 1989 war sie unüberwindbar.

Die deutsch-tschechische Grenze bei Philippsreut: Vor 1989 war sie unüberwindbar.


Die Bürgermeister der beiden Grenzgemeinden Helmut Knaus und Jiřina Kraliková erinnern sich im PNP-Gespräch an die Ereignisse vom Herbst 1989 und sprechen über die Herausforderungen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Sie sind in Philippsreut beziehungsweise Strážný aufgewachsen. Der Eiserne Vorhang war direkt vor ihrer Haustür zugezogen. Wie wurde ihnen als Kinder erklärt, dass es hier nicht mehr weitergeht?
Knaus: Auf deutscher Seite hieß es immer: Geh keinen Meter über die Grenze, sonst kommen die Tschechen und verhaften dich. Die Welt war quasi am Grenzzaun zu Ende.
Kraliková: Bei uns hieß es, die Grenze ist da, damit die bösen Deutschen nicht zu uns kommen. Da sieht man, wie auf beiden Seiten mit Vorurteilen gespielt wurde.

War speziell auf tschechischer Seite die Neugier nicht unendlich groß, zu sehen, was sich hinter dem Vorhang verbirgt?
Kraliková: Als Kind habe ich mich mit dem Status quo abgefunden, das Leben an der Grenze war normal. Wir spielten mit Soldaten, machten bei der Kaserne Granatenweitwurf. Der Westen war einfach nicht existent für mich. Später änderte sich das. Wir bekamen mit, dass es den Deutschen besser ging, dass es viel mehr zu kaufen gibt. Das war dann natürlich interessant.

Nach der Grenzöffnung wurden die Befestigungsanlagen, hier ein Wachturm, rasch zerstört. −Archiv: Meyer

Nach der Grenzöffnung wurden die Befestigungsanlagen, hier ein Wachturm, rasch zerstört. −Archiv: Meyer

Nach der Grenzöffnung wurden die Befestigungsanlagen, hier ein Wachturm, rasch zerstört. −Archiv: Meyer


Am 3. November 1989 war es soweit: Der undurchdringbare Eiserne Vorhang fiel. Wie sind Ihre Erinnerungen an die geschichtsträchtigen Tage?
Knaus: Es war gewaltig was los an der Grenze: Auf beiden Seiten bildeten sich kilometerlange Staus, ganz Philippsreut war eine einzige Blechlawine. Ein riesiges, aber schönes Chaos.
Kraliková: Jeder - egal ob Deutscher oder Tscheche – war neugierig. Wollte wissen, wie es hinter der Grenze aussieht, was es da zu kaufen gibt. − anm

Das komplette Interview lesen Sie in der Wochenendausgabe Ihrer PNP, Ausgabe FRG (Online-Kiosk) und nach kurzer Anmeldung kostenlos auf PNP Plus.






 

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