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Berlin  |  10.11.2019  |  13:12 Uhr

"Fatale Entwicklung": Immer mehr fabrikneue Kleidung wird vernichtet

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−Symbolfoto: dpa

−Symbolfoto: dpa

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In Deutschland wird von Jahr zu Jahr mehr Kleidung fabrikneu vernichtet oder verramscht, weil weit mehr Textilien angeboten als verkauft werden. Allein in diesem Jahr werden voraussichtlich 230 Millionen Kleidungsstücke im deutschen Einzel- und Onlinehandel unverkauft bleiben und in Verwertungs- und Müllverbrennungsanlagen oder als Ramschware in Ländern außerhalb der EU landen, wie Recherchen der "Welt am Sonntag" ergaben.

Diese Hochrechnung basiert auf Marktzahlen der Marktforschungsfirma Euromonitor International, laut der 2019 rund 2,3 Milliarden Kleidungsstücke am deutschen Modemarkt angeboten werden. Bis zu zehn Prozent davon - rund 230 Millionen Stück - blieben im Einzelhandel trotz Preisreduzierungen und Umschichtungen in Outlet-Stores unverkauft, schätzen Branchenexperten.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sprach angesichts der Zahlen von einer "fatalen Entwicklung". "Kleidung wird mehr und mehr zur Wegwerfware", so Schulze. "Viele Kleidungsstücke werden nur für eine Saison gekauft, billig produziert und über große Entfernungen nach Deutschland transportiert." Die Textilbranche brauche eine "Nachhaltigkeitswende".

Regierung will gegensteuern

Die Bundesregierung arbeitet an einer Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, um die Vernichtung neuwertiger Ware zu bekämpfen. Demnach soll Herstellern künftig eine Obhutspflicht gegenüber ihrer Ware auferlegt werden, damit weniger überschüssige Waren produziert werden und Unverkauftes nicht mehr so schnell vernichtet wird. Unter anderem sollen sie ihre Warenbestellungen stärker am tatsächlichen Kundenbedarf ausrichten und große Überhänge vermeiden, so Schulze.

Der Grünen-Bundestagsfraktion geht die Gesetzesüberarbeitung nicht weit genug, da sie auf Freiwilligkeit der Hersteller setze. "Damit wird die Lösung des Problems auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben", sagte die ehemalige Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne). − kna






 

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