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Altötting  |  09.10.2019  |  11:45 Uhr

Theo Waigel rechnet in Altötting mit allen "Klugscheißern" ab

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Aus Anerkennung für Stephan Mayer (r.) hatte Theo Waigel dessen Einladung nach Altötting angenommen, für den CSU-Kreisvorsitzenden eine besondere Ehre, schließlich hielt sich Waigel von allen anderen Feiern außerhalb seines Heimatlandkreises fern. −Fotos: Kleiner

Aus Anerkennung für Stephan Mayer (r.) hatte Theo Waigel dessen Einladung nach Altötting angenommen, für den CSU-Kreisvorsitzenden eine besondere Ehre, schließlich hielt sich Waigel von allen anderen Feiern außerhalb seines Heimatlandkreises fern. −Fotos: Kleiner

Aus Anerkennung für Stephan Mayer (r.) hatte Theo Waigel dessen Einladung nach Altötting angenommen, für den CSU-Kreisvorsitzenden eine besondere Ehre, schließlich hielt sich Waigel von allen anderen Feiern außerhalb seines Heimatlandkreises fern. −Fotos: Kleiner


Am Ende liegen sie ihm nicht zu Füßen, vielmehr erheben sie sich zu seinen Ehren von den Plätzen. Alle "Hinsetzen"-Bitten ignorierend, beklatschen die rund 300 Besucher im Altöttinger Kultur- und Kongressforum Theo Waigel mehrere Minuten lang. Gut eine Stunde hat der "Vater des Euro" und Mitgestalter der Deutschen Einheit zuvor über 30 Jahre Mauerfall und Einheitsprozess gesprochen. Auch wenn er sich selbst nicht als Historiker sieht, bietet er seinen Zuhörern am Dienstagabend Geschichte beinahe zum Anfassen.

Dass er nicht nur für die Wiedervereinigung selbst ohne Wenn und Aber einsteht, sondern darüber hinaus auch den oftmals kritisierten Weg danach als alternativlos sieht, macht Waigel im Forum schnell klar. Als damaliger Bundesfinanzminister gestaltete der heute 80-Jährige zentrale Fragen der Einheit maßgeblich mit, etwa den Wechselkurs zwischen Ost- und D-Mark und die Treuhandabwicklungen der staatlich gelenkten Wirtschaft.

Ein anderer Umtauschkurs als eins zu eins bei Löhnen und Renten sei für ihn nicht infrage gekommen, verteidigt Waigel die damalige Entscheidung. Schließlich hätte ihm zufolge jede schwächere Einstufung der Ost-Mark einen Absturz der Reallöhne in Ost-Deutschland und demzufolge ein Abwandern der Ost-Arbeitnehmer in den besser entlohnenden Westen zur Folge gehabt.

"Hinsetzen!" Der Aufforderung Waigels, den Applaus nach seiner Rede zu beenden, kamen die Zuhörer, darunter Landrat Erwin Schneider und dessen Ehefrau Martina (r.), nur zögerlich nach.

"Hinsetzen!" Der Aufforderung Waigels, den Applaus nach seiner Rede zu beenden, kamen die Zuhörer, darunter Landrat Erwin Schneider und dessen Ehefrau Martina (r.), nur zögerlich nach.

"Hinsetzen!" Der Aufforderung Waigels, den Applaus nach seiner Rede zu beenden, kamen die Zuhörer, darunter Landrat Erwin Schneider und dessen Ehefrau Martina (r.), nur zögerlich nach.


Bei der Privatisierung der Staatsbetriebe wiederum seien angesichts der "riesigen Herausforderung" und der Umstrukturierung Zehntausender Betriebe "natürlich" auch Fehler gemacht worden, räumt Waigel ein. Doch dürfe nicht vergessen werden, dass es keine "Blaupause" für einen solchen Fall gab, dass die Gelegenheit zur Einheit eine plötzliche und kurze war, die es galt, am Schopfe zu packen. Heute, 30Jahre später, gebe es "unendlich viele Klugscheißer", damals aber seien selbst die renommiertesten Wirtschaftsinstitute in ihren Einschätzungen daneben gelegen. Grundübel sei gewesen, dass die DDR-Wirtschaft in noch deutlich desolaterem Zustand war als angenommen. − cklMehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 10. Oktober, im Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger (Online Kiosk) oder kostenlos mit PNP Plus.

Rund 300 Zuhörer verfolgten die Ausführungen des früheren Bundesfinanzministers.

Rund 300 Zuhörer verfolgten die Ausführungen des früheren Bundesfinanzministers.

Rund 300 Zuhörer verfolgten die Ausführungen des früheren Bundesfinanzministers.


Für die musikalische Begleitung war das Bläserensemble der Berufsfachschule für Musik zuständig.

Für die musikalische Begleitung war das Bläserensemble der Berufsfachschule für Musik zuständig.

Für die musikalische Begleitung war das Bläserensemble der Berufsfachschule für Musik zuständig.


Begleitet wurde der Abend von einer Ausstellung zum Mauerfall im Foyer des Forums.

Begleitet wurde der Abend von einer Ausstellung zum Mauerfall im Foyer des Forums.

Begleitet wurde der Abend von einer Ausstellung zum Mauerfall im Foyer des Forums.


Mit einer Drei-Liter-Weißbierflasche für Theo Waigel und Blumen für Ehefrau Irene Waigel dankte Stephan Mayer.

Mit einer Drei-Liter-Weißbierflasche für Theo Waigel und Blumen für Ehefrau Irene Waigel dankte Stephan Mayer.

Mit einer Drei-Liter-Weißbierflasche für Theo Waigel und Blumen für Ehefrau Irene Waigel dankte Stephan Mayer.


Wiedersehen alter CSU-Granden: Ex-Finanzminister Theo Waigel und Ex-Generalsekretär Gerold Tandler.

Wiedersehen alter CSU-Granden: Ex-Finanzminister Theo Waigel und Ex-Generalsekretär Gerold Tandler.

Wiedersehen alter CSU-Granden: Ex-Finanzminister Theo Waigel und Ex-Generalsekretär Gerold Tandler.







 

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