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Fraueninsel  |  23.07.2016  |  06:00 Uhr

Erneute Künstleraktion gegen Grab: "Blutiges" Kreuz auf Fraueninsel

von Thomas Thois

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Gemeinde und Landtag wollen das Nazi-Grabkreuz auf der Fraueninsel nicht entfernen. Deshalb hat der Münchner Aktionskünstler Wolfram Kastner (links) am Mittwoch wieder zugeschlagen. Mit roter Farbe und einem "Keine Ehre dem Kriegsverbrecher"-Schriftzug prangert er das Ehrenmal für Generaloberst Alfred Jodl an. −F.: Institut Kastner

Gemeinde und Landtag wollen das Nazi-Grabkreuz auf der Fraueninsel nicht entfernen. Deshalb hat der Münchner Aktionskünstler Wolfram Kastner (links) am Mittwoch wieder zugeschlagen. Mit roter Farbe und einem "Keine Ehre dem Kriegsverbrecher"-Schriftzug prangert er das Ehrenmal für Generaloberst Alfred Jodl an. −F.: Institut Kastner

Gemeinde und Landtag wollen das Nazi-Grabkreuz auf der Fraueninsel nicht entfernen. Deshalb hat der Münchner Aktionskünstler Wolfram Kastner (links) am Mittwoch wieder zugeschlagen. Mit roter Farbe und einem "Keine Ehre dem Kriegsverbrecher"-Schriftzug prangert er das Ehrenmal für Generaloberst Alfred Jodl an. −F.: Institut Kastner


Erneut hat Wolfram Kastner den Nazi-Gedenkstein auf der Fraueninsel ins Visier genommen. Diesmal war es eine Farbattacke, mit der der Münchner Aktionskünstler seinem Unmut darüber Luft machte, dass das Grabmal auf dem Klosterfriedhof an Alfred Jodl, den am 1. Oktober 1946 als Kriegsverbrecher hingerichteten Generaloberst, erinnert.

Vor den Augen hunderter Inseltouristen und Friedhofsbesucher übergossen Kastner und seine Mitstreiter Hans-Peter Berndl und Hiltraud Zilker-Puscham am Mittwochmittag den Schriftzug und die Lebensdaten von Alfred Jodl mit roter Farbe – eine symbolischen "Blutspur" – und befestigten auf dem wuchtigen Grab eine Tafel mit dem Text "Keine Ehre dem Kriegsverbrecher".

"Ästhetische Intervention" nennt Kastner seine Aktion – nicht die erste ihrer Art, nachdem es schon Verhüllungen gab und durch die Entfernung des Buchstaben "J" ein "ODL"-Grab entstanden war.

Er wolle damit ein Zeichen gegen das skandalöse Schandmal setzen und eine Pilgerstätte für Nazis verhindern, sagt der 69-Jährige. Jeder Tag des Fortbestands ist für ihn ein Tag zu viel. Denn erst 2018 will die Gemeinde das Nutzungsrecht für das Grab auslaufen lassen und es auflösen.

Seit Jahren ist das Jodl-Grab auf dem idyllischen Chiemsee-Eiland eher dauerhafte Unruhe- als letzte Ruhestätte.

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