• pnp.de
  • heimatsport.de


pnp.de 25.06.2018



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




London  |  14.03.2018  |  06:33 Uhr

Trauer um ein Genie: Astrophysiker Stephen Hawking ist tot

Lesenswert (9) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Der britische Astrophysiker Stephen Hawking. −Foto: dpa

Der britische Astrophysiker Stephen Hawking. −Foto: dpa

Der britische Astrophysiker Stephen Hawking. −Foto: dpa


Der britische Astrophysiker Stephen Hawking ist tot. Der 76-Jährige starb am frühen Morgen friedlich in seinem Haus in Cambridge, wie seine PR-Agentur Pagefield unter Berufung auf seine Familie mitteilte.

Seine Kinder Lucy, Robert und Tim teilten mit, sie seien zutiefst traurig. "Wir werden ihn für immer vermissen." Hawking litt an der unheilbaren Muskel- und Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Schon seit langem konnte er sich nur noch mühsam mit Hilfe eines Computers verständigen. Zuletzt nahmen seine Kräfte immer mehr ab.

Er gehört zu den größten Wissenschaftlern aller Zeiten. Die Fachwelt schätzte Hawking wegen seiner Theorien zum Ursprung des Kosmos und zu Schwarzen Löchern. "Ich möchte das Universum ganz und gar verstehen", sagte er einmal. "Ich möchte wissen, warum es so ist, wie es ist, und warum es überhaupt existiert." machte ihn auch bei Laien populär.

Seit 1968 war Hawking auf den Rollstuhl angewiesen

Hawking, der am 8. Januar 1942 in Oxford geboren wurde, erkrankte bereits als Physikstudent an ALS - Ärzte sagten ihm nur noch wenige Jahre voraus. Seit 1968 war Hawking auf den Rollstuhl angewiesen.

Doch die Krankheit schritt bei ihm sehr langsam voran und konnte seinen Aufstieg in der Wissenschaft nicht aufhalten: 1979 wurde er Professor für Mathematik in Cambridge, über 30 Jahre lang hatte er dort den renommierten Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik inne - und stand damit in der Nachfolge von Isaac Newton.

Das Privatleben kam trotz seiner Karriere nicht zu kurz. Hawking war zweimal verheiratet und hatte drei Kinder. 30 Jahre lang war er mit seiner Jugendliebe verheiratet, doch die Ehe scheiterte - später bezeichnete sie ihn als einen "Haustyrannen". 1995 heiratete Hawking seine Pflegerin, die Verbindung dauerte elf Jahre.

Trotz Gesundheitsproblemen lief das Gehirn des Genies stets auf Hochtouren. Neue Theorien entwickelte Hawking zu Schwarzen Löchern und dem Urknall: Die monströsen Schwarzen Löcher im All sind demnach keine Endstationen. Zwar saugen sie durch ihre enorme Schwerkraft alles ein, was ihnen zu nahe kommt, und lassen nicht einmal das Licht entkommen. Hawking konnte aber in der Theorie zeigen, dass Schwarze Löcher langsam verdampfen - eine Folge der Quantenphysik. Das Verdampfen dauert extrem lange. Die dabei entstehende Hawking-Strahlung ließ sich daher bisher nirgends nachweisen.

Als Doktorand lieferte Hawking einen Beleg für den Urknall

Bereits als Doktorand hatte Hawking 1965 zusammen mit dem Briten Roger Penrose zudem einen wichtigen mathematischen Beleg für die Urknalltheorie geliefert. Die Idee vom Urknall war damals noch umstritten, unter anderem weil in dieser mathematischen "Singularität" die Naturgesetze nicht mehr gelten und so eine Art Schöpfungsakt notwendig zu werden schien. Er beschäftigte sich mit Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie und konnte zeigen, dass sie einen Anfang des Universums voraussagte - "ein Ergebnis, das die Kirche interessiert zur Kenntnis nahm", wie Hawking in seiner Autobiografie "Meine kurze Geschichte" (Rowohlt, 2013) schrieb. Später zeigte er jedoch, dass der Anfang des Universums nicht zwangsläufig in einer Singularität gelegen haben muss.

Außerdem versuchte Hawking über Jahrzehnte, die Relativitätstheorie mit der Quantenphysik zu vereinen und auf diese Weise eine Art "Weltformel" zu finden - in der Sprache der Physiker eine "Große Vereinheitlichte Theorie", die alle Bereiche des Universums beschreiben kann, vom Mikro- bis zum Makrokosmos. Er war eine Art Popstar der Wissenschaft und schreckte nicht davor zurück, zu populären Ideen wie Zeitreisen und Außerirdischen Stellung zu nehmen.

In seinen letzten Jahren trat Hawking immer wieder als Mahner auf. Intelligente Roboter, Klimaerwärmung, Atomkrieg und durch Gentechnik hergestellte Viren könnten die Erde gefährden, warnte er. Seine Botschaft: Die Menschheit müsse sich Ausweichmöglichkeiten im All schaffen, falls es zu einer hausgemachten Katastrophe kommen sollte. Gemeinsam mit dem russischen Milliardär Jurij Milner plante er, eine Armee nur etwa briefmarkengroßer Raumschiffe auf eine 20-jährige Reise zum Sternsystem Alpha Centauri zu schicken. Hawking war überzeugt: "Früher oder später müssen wir zu den Sternen schauen." − dpa






 

(dies stellt eine direkte Verbindung Ihres Browsers zu Facebook her)
Weitere Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung (Abschnitt: Nutzung von Drittanbieter-Plug-Ins)


Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2018
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am




Anzeige











Sieben Lehramtsstudenten der Uni Passau müssen eine Staatsexamensprüfung wiederholen - weil die Unterlagen nach der Prüfung verloren gegangen sind. − Foto: Uni Passau

Nachdem am Freitag bekannt geworden war, dass die Staatsexamensprüfungen von sieben Passauer...



Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei der Stimmabgabe - Oliver Weiken/dpa

Trotz Manipulationsvorwürfen der Opposition hat sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip...



−Symbolfoto: Wolf

Ein junger Mann hat eine Notärztin in Ottobrunn bei München mit einem Flaschenwurf schwer verletzt...



Ein Man hat bei einem Sonnwendfeuer in Geretsried einen Maßkrug auf einen Polizisiten geworfen. −Symbolfoto: PNP

Eine zunächst friedlich verlaufende Sonnwendfeier in Geretsried (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen)...



Ein Radfahrer hat sich bei der "Panorama Tour" im Oberpfälzer Wald bei einem Sturz tödliche Verletzungen zugezogen. − Foto: News5/Wellenhöfer

Ein 53 Jahre alter Teilnehmer der "Panoramatour Oberpfälzer Wald" ist am Sonntag von seinem Fahrrad...





FCP-Keeper Patrick Negele musste sechs mal hinter sich greifen, Thomas Winklbauer erzielte das letzte Wacker Tor. − Foto: Mike Sigl

Es war der erwartet schwere erste Test für den 1. FC Passau. Gegen den Regionalligisten aus...



Gleich sieben Rote Karten gab es im Oktober bei dem Fußballspiel in Prutting, dazu eine Massenschlägerei. − Foto: obb

Ein Fußballspiel in der A-Klasse (zehnte Liga) ist im Oktober in Prutting eskaliert...



Schalding gegen Wacker − diese Partie geht am Sonntag, 29.Juli, bereits um 11.30 Uhr über die Bühne. − Foto: Lakota

Der SV Wacker Burghausen startet am 14. Juli nun doch nicht gegen den FV Illertissen in die neue...



Nach der Meisterschaft in der Bezirksliga West bestreiten die Simbacher in der Landesliga Südost gleich das Eröffnungsspiel − in Erlbach. − Foto: Geiring

Das wird eine heiße Kiste zum Start: Am Donnerstag, 12. Juli, steigt das offizielle Eröffnungsspiel...





Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). −Foto: dpa

Ministerpräsident Markus Söder setzt im Kampf gegen illegale Migration nach Bayern und Deutschland...



Herbert Potzel (l), Leitender Oberstaatsanwalt aus Bayreuth, und Jürgen Stadter, Polizeisprecher, sprechen bei einer Pressekonferenz über die Ermittlungen im Fall der Tramperin Sophia L. − Foto: Kathrin Zeilmann/dpa

Im Fall der seit mehr als einer Woche vermissten Tramperin Sophia L. rechnen die Ermittler nicht mit...



−Symbolfoto: Willmerdinger/PNP Archiv

Eindeutig von vorsätzlicher Brandstiftung geht die Kriminalpolizei Traunstein als Ursache für einen...



Bayern, Bayern, Deutschland

Die CSU hat für ihre unnachgiebige Haltung im Asylstreit mit der CDU nach einer Meinungsumfrage die...



Ausgelassen jubelten die Raufbolde nach ihrem Sieg in Würzburg, der gleichzeitig den Klassenerhalt in der Regionalliga bedeutete. − Foto: red

Der RFC Bad Reichenhall feierte einen 66:29-Auswärtssieg beim Würzburger RK und damit den...