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Tätowierungen und Piercings  |  10.08.2018  |  06:41 Uhr

Körperschmuck bei Polizisten? In Bayern sind die Regeln streng

von Stefan Muhr

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In Sachsen gilt, wie auch in Bayern, noch immer ein Tattoo-Verbot für Polizisten. Die Körperbemalung muss – anders als bei dieser sächsischen Polizeischülerin – von der Kleidung abgedeckt werden. Andere Bundesländer haben mittlerweile ihre Dienstvorschriften gelockert. − Foto: dpa

In Sachsen gilt, wie auch in Bayern, noch immer ein Tattoo-Verbot für Polizisten. Die Körperbemalung muss – anders als bei dieser sächsischen Polizeischülerin – von der Kleidung abgedeckt werden. Andere Bundesländer haben mittlerweile ihre Dienstvorschriften gelockert. − Foto: dpa

In Sachsen gilt, wie auch in Bayern, noch immer ein Tattoo-Verbot für Polizisten. Die Körperbemalung muss – anders als bei dieser sächsischen Polizeischülerin – von der Kleidung abgedeckt werden. Andere Bundesländer haben mittlerweile ihre Dienstvorschriften gelockert. − Foto: dpa


Tätowierungen und sonstiger Körperschmuck bei Männern haben lange Zeit als verpönt gegolten. Seeleute oder Gefangene, also die früher Geächteten der Gesellschaft, haben sie vielleicht getragen - nicht aber das "anständige" Volk. Mittlerweile ist die generelle Meinung revidiert worden, und Tattoos sind deutlich mehr akzeptiert als vor einigen Jahrzehnten. Doch wie sieht es bei bestimmten Berufsgruppen aus? Vor allem das Thema, ob Polizisten tätowiert oder gepierct sein dürfen, beschäftigt seit einigen Monaten zunehmend polizeiinterne Kommissionen. Denn vor 20 Jahren hätte ein tätowierter Streifenbeamter noch mit einem Disziplinarverfahren wegen seines Körperschmucks rechnen müssen. Mittlerweile lockern die verschiedenen Bundesländer ihre Dienstvorschriften - doch das Maß der Toleranz ist sehr unterschiedlich.

Bayern gehört zu den Bundesländern, die ihre Körperschmuck-Regelungen noch am strengsten nehmen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte ein Verbot von Tätowierungen für Polizeibeamte als Eingriff in deren Persönlichkeitsrecht beurteilt, weshalb eine gesetzliche Regelung nötig wurde. Das Bayerische Verwaltungsgericht hat deshalb auf Antrag des Landtags im März zum ersten Mal eine Gesetzesgrundlage im Bayerischen Beamtengesetz geschaffen, die seit Mai gültig ist.

Die Neutralität sei durch Tätowierungen beeinträchtigt

Vorher gab es lediglich Verwaltungsvorschriften von Innenministerium und Dienststellen. Der Artikel 75 "Bekleidung, äußeres Erscheinungsbild" besagt nun: "Mit der Dienstkleidung und insbesondere der von Polizeivollzugsbeamten zu tragenden Uniform soll […] die Neutralität ihrer Träger zum Ausdruck gebracht werden. Diese wäre insbesondere bei Tätowierungen oder auffallendem Körperschmuck (Piercings, Ohrtunnel o.ä.) im sichtbaren Bereich beeinträchtigt. Individuelle Interessen müssen gegenüber der Notwendigkeit eines einheitlichen/neutralen Erscheinungsbilds zurücktreten."

Die Dienstkleidung sei zwar weiterhin den sich wandelnden gesellschaftlichen Normen anzupassen, doch der Bayerische Landtag sah weder eine Veränderung des Arbeitsfelds der Polizisten noch einen Wandel in der Gesellschaft - bezogen auf Tätowierungen. Eine Studie der Universität Leipzig stellte zwar fest, dass jeder fünfte Deutsche tätowiert und ein Drittel der Frauen sowie knapp 15 Prozent der Männer zwischen 14 und 34 Jahren gepierct seien. Allerdings lehnen vor allem ältere Menschen Tattoos nach wie vor ab.

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