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Burgkirchen  |  12.10.2018  |  05:57 Uhr

Landräte fordern mehr Weitblick bei der Infrastruktur

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Ausbauprojekte dürfen nicht immer nur Reaktion auf bestehende Überlastungen sein – darin sind sich die südostoberbayerischen Landräte Siegfried Walch (v.r.), Georg Grabner und Erwin Schneider einig. −F.: Kleiner

Ausbauprojekte dürfen nicht immer nur Reaktion auf bestehende Überlastungen sein – darin sind sich die südostoberbayerischen Landräte Siegfried Walch (v.r.), Georg Grabner und Erwin Schneider einig. −F.: Kleiner

Ausbauprojekte dürfen nicht immer nur Reaktion auf bestehende Überlastungen sein – darin sind sich die südostoberbayerischen Landräte Siegfried Walch (v.r.), Georg Grabner und Erwin Schneider einig. −F.: Kleiner


Eine zukunftsweisende Infrastrukturpolitik fordern die Landräte von Altötting, Traunstein und dem Berchtesgadener Land von Bund und Freistaat. Sowohl was den sechsstreifigen Ausbau der A8 als auch die komplette Zweigleisigkeit zwischen Mühldorf und Freilassing betrifft, ziehen Erwin Schneider, Siegfried Walch und Georg Grabner im Interview mit der PNP an einem Strang.

Kritik seitens des Rechnungshofes am A8-Projekt weist Walch dabei als "absolut daneben" zurück. Folge man den Argumenten der Kritiker, dürfe Infrastruktur nur noch dann geschaffen werden, "wenn sie bereits überlastet ist", so der Traunsteiner Landrat, der wie sein Berchtesgadener Kollege Grabner auf einen schnellstmöglichen Ausbau der Autobahn drängt.

Ähnliches fordert Erwin Schneider für die A94. Was den Weiterbau Richtung Niederbayern angeht, hält er eine Fertigstellung in zehn Jahren für machbar und notwendig. Mit dem letzten Lückenschluss werde die A94 zur kürzesten Verbindung von München nach Wien. Generell sehen die Landräte Großprojekte vor nur noch schwer zu überwindenden rechtlichen Hürden. Juristische Klagen würden oftmals nicht aus Prinzipien heraus erhoben, sondern nur, um Zeit zu gewinnen und Projekte auf diese Weise zu Fall zu bringen, ist Walch überzeugt. "Um welches Infrastrukturprojekt es auch geht, es gibt immer Betroffene und es ist leider so, dass nicht mehr das Wohl der Gemeinschaft an erste Stelle gestellt wird, sondern das persönliche", schließt sich auch Georg Grabner an.

Positiv sehen er und Walch die Entwicklung der vor neun Jahren fusionierten Kliniken beider Landkreise. Das Ende der Sanierungsphase sei beinahe erreicht, die Krankenhäuser seien so stabil wie nie zuvor. Längerfristig gesehen, schließt auch Erwin Schneider für seine Kreiskliniken Altötting-Burghausen eine breitere Kooperation mit anderen Häusern nicht aus.

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