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Freilassing/Laufen  |  15.03.2019  |  06:00 Uhr

Ehepaar mit eigenwilligen "Kosenamen"

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Weil die Vorführung einer österreichischen Zeugin nicht möglich ist, tendierte der Richter zur Einstellung des Verfahrens, wonach der 59-Jährige die eigenen Kosten selbst zu tragen habe, das Verfahren gehe zu Lasten der Staatskasse. −Symbolfoto

Weil die Vorführung einer österreichischen Zeugin nicht möglich ist, tendierte der Richter zur Einstellung des Verfahrens, wonach der 59-Jährige die eigenen Kosten selbst zu tragen habe, das Verfahren gehe zu Lasten der Staatskasse. −Symbolfoto

Weil die Vorführung einer österreichischen Zeugin nicht möglich ist, tendierte der Richter zur Einstellung des Verfahrens, wonach der 59-Jährige die eigenen Kosten selbst zu tragen habe, das Verfahren gehe zu Lasten der Staatskasse. −Symbolfoto


Auf ihrem Weg vom Salzkammergut nach Rheinland-Pfalz machte ein Ehepaar Pause in einem Freilassinger Schnellrestaurant. Ihr Wohnmobil war kurzzeitig vom Fahrzeug einer Oberndorferin zugeparkt worden, worauf die Ehefrau des 59-jährigen Antiquitätenhändlers eine Diskussion begann. Als die Oberdorferin schließlich wegfuhr, soll ihr der Ehemann und Angeklagte "Nazifotze" zugerufen haben.

Das bestritt der Antiquitätenhändler im Laufener Gerichtssaal, behauptete dagegen, mitunter seine "herrisch-besserwisserische" Ehefrau "SS-Hure" oder eben auch "Nazifotze" zu nennen. Gemeint sei keinesfalls die Fahrerin des anderen Fahrzeugs gewesen. Die Zeugin erschien nicht vor Gericht, und war vom Richter auch telefonisch nicht zu erreichen.

"Wissen Sie, wir sind 35 Jahre beisammen", erklärte der Angeklagte, "und wir sehen viele Filme aus der NS-Zeit." Eltern und Großeltern seien in Konzentrationslagern umgekommen. Gerade deshalb erschienen Richter Martin Forster derlei gegenseitige Beschimpfungen als "unlogisch". "Wenn sie mich auf die Palme bringt, kann das passieren", versicherte der Angeklagte, was 20, 30 Zeugen ohne Weiteres bestätigen könnten. Die andere Frau im Pkw habe er gar nicht wahrgenommen. Von dem Vorwurf der Beleidigung habe er erst später erfahren.

"Ich glaube dem Angeklagten nicht", machte Staatsanwalt Josef Haiker seine Sicht deutlich. Forster verlas informatorisch die Aussage der Oberndorferin bei der Polizei, wo sie von einem "Schock" gesprochen hatte. "Sie hat offensichtlich kein Interesse mehr an einer Strafverfolgung", schloss der Richter aus der Abwesenheit der Oberndorferin, die gerade mal den kurzen Weg über die Brücke zu gehen brauchte, während der Angeklagte einen 500 Kilometer langen Hin- und Rückweg auf sich nehmen müsse.

Weil die Vorführung einer österreichischen Zeugin nicht möglich ist, tendierte Forster zur Einstellung des Verfahrens nach Paragraf 153 Strafprozessordnung, wonach der 59-Jährige die eigenen Kosten selbst zu tragen habe, das Verfahren gehe zu Lasten der Staatskasse. Damit war schließlich auch der Staatsanwalt einverstanden. − höf






 

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