• pnp.de
  • heimatsport.de


pnp.de 6.12.2019



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Frankfurt am Main/München  |  08.11.2019  |  15:43 Uhr

Lufthansa-Flugbegleiter drohen mit Ausweitung der Streiks

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo erhöht mit neuerlichen Streikdrohungen den Druck auf die Lufthansa. −Symbolbild: dpa

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo erhöht mit neuerlichen Streikdrohungen den Druck auf die Lufthansa. −Symbolbild: dpa

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo erhöht mit neuerlichen Streikdrohungen den Druck auf die Lufthansa. −Symbolbild: dpa


Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo erhöht mit neuerlichen Streikdrohungen den Druck auf die Lufthansa. Vor einem Gespräch mit dem Konzern an diesem Wochenende zeigte sie sich bereit, den Ausstand notfalls zu verlängern und auf Tochtergesellschaften auszuweiten. Am Freitag fielen wie schon tags zuvor Hunderte Flüge aus, Tausende Reisende blieben am Boden.

In den Sondierungen für eine mögliche Schlichtung müsse "eine völlige Kehrtwende her", sagte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies der Deutschen Presse-Agentur am Freitag bei Protesten am Frankfurter Flughafen. "Entweder wir haben eine Lösung oder wir werden eben verkünden, dass es eine massive Ausweitung geben muss. Weil wenn das noch nicht reicht, ja, dann müssen mehr Unternehmen streiken und dann muss es auch länger sein." Am Montag werde das weitere Vorgehen bekanntgegeben.

Die Ufo bestreikt seit Donnerstagfrüh die Lufthansa-Kerngesellschaft. Die Airline hat daher insgesamt 1300 Flüge gestrichen und spricht von 180.000 betroffenen Passagieren. Lufthansa-Manager Klaus Froese bedauerte die Absagen. Die Gewerkschaft hatte schon am Montag mit weiteren Streiks gedroht. Nach Urabstimmungen ist sie auch bei vier weiteren Lufthansa-Flugbetrieben dazu bereit - bei Germanwings, Eurowings Deutschland, LufthansaCityLine und SunExpress Deutschland.

"Vollständiges Umdenken"

Die Ufo-Vorsitzende Sylvia De la Cruz forderte bei den Protesten ein Einlenken der Lufthansa, die dem Ufo-Vorstand monatelang die Vertretungsberechtigung abgesprochen und jegliche Verhandlungen abgelehnt hatte. "Wenn an diesem Wochenende nicht ein vollständiges Umdenken stattfindet und diese Spiele hier weitergehen, dann werden es ihre ganz persönlichen Hungerspiele - mit ungewissem Ausgang", drohte sie dem Konzern. An dem Protestzug nahmen laut Polizei 500 Menschen teil. Sie skandierten "No more games" (keine Spiele mehr) und "Schämt euch".

Baublies sendete zugleich aber auch Signale der Mäßigung. Er hoffe, dass am Wochenende ein Vertrag für Schlichtungsgespräche unterschrieben werde. Ufo und Lufthansa wollen dem Vernehmen nach am Sonntag beraten, ob sich damit der zähe Tarifkonflikt für die 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter lösen lässt. Beide Seiten vereinbarten erst einmal striktes Stillschweigen. Man brauche Vertraulichkeit, um schwierige juristische Fragen auszuräumen, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Zahlreiche Ausfälle

Derweil mussten Passagiere am zweiten Tag der Flugbegleiter-Streiks wieder zahlreiche Ausfälle hinnehmen. Vor allem die Drehkreuze München und Frankfurt waren betroffen. Am Morgen seien bereits 415 von 1362 Flügen abgesagt worden, sagte ein Sprecher des Frankfurter Flughafens. In München sprach die Lufthansa von mehr als 200 Ausfällen.

An den Flughäfen gab es kein Chaos, denn die meisten Kunden waren früh informiert und hatten oft umgebucht. In München waren Schalter und Terminals nach Angaben einer Flughafen-Sprecherin am Morgen leer. In den Terminals in Frankfurt blieb es zunächst ebenfalls ruhig.

Auch Samstag noch nicht flüssig

Auch nach dem Ende der Streiks dürfte der Flugverkehr bei der Lufthansa am Samstag noch nicht flüssig laufen. Die Airline erwartet einige Flugabsagen und Verzögerungen, weil Maschinen und Crews noch nicht an den richtigen Einsatzorten sind. Man wolle aber so schnell wie möglich zum normalen Flugplan zurückkehren, sagte ein Sprecher. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnet zudem mit Andrang, da viele Passagiere wegen der Streiks auf Samstag ausgewichen seien.

Lufthansa-Chef Spohr strebt einen einheitlichen Tarifvertrag für die Kerngesellschaft an. Hier müssten sich Unternehmen, Belegschaft und ihre Vertreter verständigen und bestehende "Verhärtungen" ausräumen, sagte er am Donnerstag. Spohr verwies auf die Lufthansa-Tochter Eurowings, bei der man mit den konkurrierenden Gewerkschaften Verdi und Ufo übereinstimmende Abschlüsse gefunden habe. Seit Mittwoch spricht Lufthansa zudem mit der erst in Gründung befindlichen "Cabin Union" der Ufo-Abspaltung IGL.

Höhere Spesen und Zulagen

Die Ufo fordert höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. Lufthansa hatte bereits eine Lohnerhöhung um 2,0 Prozent freiwillig gezahlt. In dem Konflikt geht es aber hauptsächlich um die Frage, ob Ufo überhaupt berechtigt ist, Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchzusetzen. − dpa






 

(dies stellt eine direkte Verbindung Ihres Browsers zu Facebook her)
Weitere Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung (Abschnitt: Nutzung von Drittanbieter-Plug-Ins)


Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2019
Dokument erstellt am




Anzeige











Gut zu erkennen sind die sterblichen Überreste eines Menschen, die bei Grabungsarbeiten im Eingang des Stephansdoms zum Vorschein kamen. Das Skelett lag all die Jahre nur 60 Zentimeter unter den Marmorplatten. −Foto: Jäger

Dass auf dem Dorf rund um die Kirche Tote begraben werden, ist nichts Außergewöhnliches...



Nachdem er seinen Gegenspieler mit dem Fuß gegen den Kopf getreten haben soll, wird Bad Abbachs Paul Samangassou (im Zweikampf mit Hauzenbergs Jürgen Knödlseder) vom Bayerischen Fußball-Verband ausgeschlossen. −Foto: Michael Sigl/Archiv

Eine hohe Strafe hat das Verbandssportgericht Bayern unter Vorsitz von Richter Emanuel Beierlein...



Der Kleinwagen bohrte sich regelrecht unter den Anhänger des Lastwagens. −Foto: hl

Eine Autofahrerin ist am Freitagabend bei einem Verkehrsunfall auf der B588 schwer verletzt worden...



Develey-Standort Dingolfing. −Foto: Develey/Archiv

Der Winterdienst soll durch den Einsatz von recyceltem Salz umweltfreundlicher werden...



Auf dem Cover seines Albums zeigt Ossi Mark seine Orthesen offen. −Foto: Ossi Mark

Seit Jahrzehnten ist Ossi Mark eine Marke in der regionalen Popmusik-Szene. Schon in seiner Jugend...





−Symbolbild: Schlegel

Sie arbeiten hauptberuflich als Ordnungshüter im Freistaat - doch rund 4400 bayerische Polizisten...



Aktuell ein oft gesehener Anblick in Bad Reichenhall: Hans Söllner sitzt am Tisch seiner Lieblingsbäckerei am Beginn der Fußgängerzone und beobachtet das Geschehen. Jetzt will er nicht länger nur von außen schimpfen, sondern im Rathaus selbst mitmischen, −Foto: Sabine Zehringer

Der Reichenhaller Liedermacher Hans Söllner will Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall...



Hunde sind ihr Leben: Hans Schön mit Tochter Melanie und den Hunden Zara, Enzo, Dani, Rina und Maggy im eigenen Garten. −Foto: Kilian Pfeiffer

Hans Schön schüttelt den Kopf. So ganz fassen kann er den Wirbel auf Facebook rund um seine fünf...



Die Polizei Oberpfalz warnt vor einer Betrugsmasche: Vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter versuchen per Anruf Zugang zu Ihrem Computer zu erhalten. −Symbolbild: Stein/dpa

Die Polizei Oberpfalz warnt vor Betrugsversuchen von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern...



Manfred und Andrea Berreiter gründen gerade eine neue Form der Kirche in Burghausen. Eine erste Aktion ist "Eine Tüte Güte". −Foto: Richter

Kirche und Kneipe – für Andrea und Manfred Berreiter aus Halsbach ist das kein Widerspruch...