• pnp.de
  • heimatsport.de


pnp.de 22.01.2020



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Frankfurt am Main/München  |  08.11.2019  |  15:43 Uhr

Lufthansa-Flugbegleiter drohen mit Ausweitung der Streiks

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo erhöht mit neuerlichen Streikdrohungen den Druck auf die Lufthansa. −Symbolbild: dpa

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo erhöht mit neuerlichen Streikdrohungen den Druck auf die Lufthansa. −Symbolbild: dpa

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo erhöht mit neuerlichen Streikdrohungen den Druck auf die Lufthansa. −Symbolbild: dpa


Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo erhöht mit neuerlichen Streikdrohungen den Druck auf die Lufthansa. Vor einem Gespräch mit dem Konzern an diesem Wochenende zeigte sie sich bereit, den Ausstand notfalls zu verlängern und auf Tochtergesellschaften auszuweiten. Am Freitag fielen wie schon tags zuvor Hunderte Flüge aus, Tausende Reisende blieben am Boden.

In den Sondierungen für eine mögliche Schlichtung müsse "eine völlige Kehrtwende her", sagte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies der Deutschen Presse-Agentur am Freitag bei Protesten am Frankfurter Flughafen. "Entweder wir haben eine Lösung oder wir werden eben verkünden, dass es eine massive Ausweitung geben muss. Weil wenn das noch nicht reicht, ja, dann müssen mehr Unternehmen streiken und dann muss es auch länger sein." Am Montag werde das weitere Vorgehen bekanntgegeben.

Die Ufo bestreikt seit Donnerstagfrüh die Lufthansa-Kerngesellschaft. Die Airline hat daher insgesamt 1300 Flüge gestrichen und spricht von 180.000 betroffenen Passagieren. Lufthansa-Manager Klaus Froese bedauerte die Absagen. Die Gewerkschaft hatte schon am Montag mit weiteren Streiks gedroht. Nach Urabstimmungen ist sie auch bei vier weiteren Lufthansa-Flugbetrieben dazu bereit - bei Germanwings, Eurowings Deutschland, LufthansaCityLine und SunExpress Deutschland.

"Vollständiges Umdenken"

Die Ufo-Vorsitzende Sylvia De la Cruz forderte bei den Protesten ein Einlenken der Lufthansa, die dem Ufo-Vorstand monatelang die Vertretungsberechtigung abgesprochen und jegliche Verhandlungen abgelehnt hatte. "Wenn an diesem Wochenende nicht ein vollständiges Umdenken stattfindet und diese Spiele hier weitergehen, dann werden es ihre ganz persönlichen Hungerspiele - mit ungewissem Ausgang", drohte sie dem Konzern. An dem Protestzug nahmen laut Polizei 500 Menschen teil. Sie skandierten "No more games" (keine Spiele mehr) und "Schämt euch".

Baublies sendete zugleich aber auch Signale der Mäßigung. Er hoffe, dass am Wochenende ein Vertrag für Schlichtungsgespräche unterschrieben werde. Ufo und Lufthansa wollen dem Vernehmen nach am Sonntag beraten, ob sich damit der zähe Tarifkonflikt für die 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter lösen lässt. Beide Seiten vereinbarten erst einmal striktes Stillschweigen. Man brauche Vertraulichkeit, um schwierige juristische Fragen auszuräumen, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Zahlreiche Ausfälle

Derweil mussten Passagiere am zweiten Tag der Flugbegleiter-Streiks wieder zahlreiche Ausfälle hinnehmen. Vor allem die Drehkreuze München und Frankfurt waren betroffen. Am Morgen seien bereits 415 von 1362 Flügen abgesagt worden, sagte ein Sprecher des Frankfurter Flughafens. In München sprach die Lufthansa von mehr als 200 Ausfällen.

An den Flughäfen gab es kein Chaos, denn die meisten Kunden waren früh informiert und hatten oft umgebucht. In München waren Schalter und Terminals nach Angaben einer Flughafen-Sprecherin am Morgen leer. In den Terminals in Frankfurt blieb es zunächst ebenfalls ruhig.

Auch Samstag noch nicht flüssig

Auch nach dem Ende der Streiks dürfte der Flugverkehr bei der Lufthansa am Samstag noch nicht flüssig laufen. Die Airline erwartet einige Flugabsagen und Verzögerungen, weil Maschinen und Crews noch nicht an den richtigen Einsatzorten sind. Man wolle aber so schnell wie möglich zum normalen Flugplan zurückkehren, sagte ein Sprecher. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnet zudem mit Andrang, da viele Passagiere wegen der Streiks auf Samstag ausgewichen seien.

Lufthansa-Chef Spohr strebt einen einheitlichen Tarifvertrag für die Kerngesellschaft an. Hier müssten sich Unternehmen, Belegschaft und ihre Vertreter verständigen und bestehende "Verhärtungen" ausräumen, sagte er am Donnerstag. Spohr verwies auf die Lufthansa-Tochter Eurowings, bei der man mit den konkurrierenden Gewerkschaften Verdi und Ufo übereinstimmende Abschlüsse gefunden habe. Seit Mittwoch spricht Lufthansa zudem mit der erst in Gründung befindlichen "Cabin Union" der Ufo-Abspaltung IGL.

Höhere Spesen und Zulagen

Die Ufo fordert höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. Lufthansa hatte bereits eine Lohnerhöhung um 2,0 Prozent freiwillig gezahlt. In dem Konflikt geht es aber hauptsächlich um die Frage, ob Ufo überhaupt berechtigt ist, Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchzusetzen. − dpa






 

(dies stellt eine direkte Verbindung Ihres Browsers zu Facebook her)
Weitere Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung (Abschnitt: Nutzung von Drittanbieter-Plug-Ins)


Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2020
Dokument erstellt am















Lauren und ihre Mutter - die Mutter hat der jungen Frau den Ehemann weggeschnappt. −Symbolbild: dpa

Es klingt wie aus einem schlechten Film - doch der Britin Lauren Wall ist das tatsächlich passiert:...



Für rund eine halbe Million Euro versteigert: Das Anwesen Daring 46 – hier ganz rechts. −Foto: Hannes Höfer

Noch nie war das Interesse der Bürger an einer öffentlichen Zwangsversteigerung des...



Bei Marktl endet die vierspurige A94, dann geht es auf der B12 Richtung Passau überwiegend zweispurig weiter. Die Autobahndirektion Südbayern arbeitet daran, weitere Lücken zu schließen, nun liegt die technische Planung für den Abschnitt bis Simbach-West vor. −Foto: Schwarz

Wenn in den letzten Monaten die Rede auf die A94 gekommen ist, ging es ausnahmslos um zweierlei:...



Starlink-Satelliten des US-Milliardärs Elon Musk sind aufgrund einer Langzeitbelichtung als leuchtende Spur am Nachthimmel sichtbar. Das Foto wurde im November in Ungarn aufgenommen.

Sternenfreunde sind in Sorge. Praktisch täglich seien abends zwischen Eintritt der Dämmerung und...



Der Porsche mit der "Police"-Aufschrift sieht auf den ersten Blick wie ein Polizeiauto aus – ist es aber nicht. −F.: Marie Schneider/Mucbook/dpa

Ein ganz spezieller Porsche sorgt in München für Gesprächsstoff. Der Grund: Der Flitzer sieht auf...





Neue Professorin: Anne Wiedermann mit Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel (l.) und Dekan Konstantin Ziegler. −F.: HSL

Die Hochschule Landshut will ab dem kommenden Wintersemester das Studium "Hebammenwesen" anbieten...



Das ehemalige Pfarrhaus in Salzburghofen soll künftig gewerblich genutzt werden – für welche Branche, ist nicht bekannt. Klar ist in jedem Fall, dass das Gebäude in der jetzigen Struktur erhalten werden muss, da es unter Denkmalschutz steht. −Foto: Franz Eder

Das ehemalige Pfarrhaus bei der Marienkirche in Salzburghofen ist verkauft worden...



Wohin mit leeren Pizzakartons, verschmutzten Küchenrollen oder Taschentüchern? −Symbolbild: dpa

Wohin mit leeren Pizzakartons, verschmutzten Küchenrollen oder Taschentüchern...



Der Fernsehschauspieler Ferdinand Schmidt-Modrow ist im Alter von 34 Jahren gestorben. −Foto: dpa/Archiv

Ferdinand Schmidt-Modrow ist tot. Der Waidhofener Schauspieler (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen)...



Unter lebensgefährlichen Umständen hat ein Schleuser mit irakischer Staatsangehörigkeit, 35, versucht, sechs Personen nach Deutschland zu bringen. −Foto: Bundespolizei

Unter lebensgefährlichen Umständen hat ein Schleuser mit irakischer Staatsangehörigkeit, 35...