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PNP-Interview  |  14.01.2020  |  18:25 Uhr

Neubauer kritisiert Siemens-Chef: "Kaeser ignoriert Klimakrise"

von Annette Dönisch

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Luisa Neubauer, Klimaaktivistin von Fridays for Future. −Foto: Odd Andersen/afp

Luisa Neubauer, Klimaaktivistin von Fridays for Future. −Foto: Odd Andersen/afp

Luisa Neubauer, Klimaaktivistin von Fridays for Future. −Foto: Odd Andersen/afp


Luisa Neubauer, Klimaaktivistin von Fridays for Future, schreibt Konzernchefs ins Stammbuch, dass sich Unternehmen heutzutage entscheiden müssten, ob sie die Klimakrise anheizen oder mindern wollten. In den letzten Tagen hatte sich die 23-Jährige dafür eingesetzt, dass Siemens einen Auftrag absagt, der indirekt dem Klima schadet. Es geht um die Lieferung einer Zug-Signalanlage für eine Kohlemine in Australien.

"Joe Kaeser versteht falsch, was die große Aufgabe von Siemens sein muss, nämlich alles in Siemens’ Kraft stehende zu tun, um den Adani-Auftrag abzusagen", erklärte Neubauer dazu im Interview der Passauer Neuen Presse. "Er ignoriert aber den globalen Kontext und die Klimakrise, die Unternehmen wie Siemens zu Verantwortung verpflichten", erinnert sie Kaeser und Lenker großer Firmen daran, dass "es heute nicht mehr darum geht, nur an sein Unternehmen zu denken. Es geht darum zu entscheiden, ob sie die Klimakrise mindern oder sie anheizen wollen". Siemens und Herr Kaeser hätten eine Entscheidung getroffen, die sie zutiefst bedauere.

Mehr zum Thema:
- Video: Debatte um Kohlebergwerk - Neubauer sagt Siemens ab
- Siemens-Chef Kaeser vertagt Entscheidung über Kohlebergwerk

Sie sieht sich durch ihre Ablehnung des Angebots von Siemens-Chef Kaeser, einen Posten im Aufsichtsrat einer Siemens-Tochter anzunehmen, nicht in eine Zwickmühle gebracht. "Es zeigt sich gerade, dass sich die Vorwürfe nicht gegen mich, sondern vor allem gegen Herrn Kaeser richten", sagt Neubauer. "Hätte es das Angebot nicht gegeben, wäre die Aufmerksamkeit für seine Entscheidung zu dem Auftrag nie so groß gewesen." Und weiter: "Siemens weiß, dass dieser Vertrag nie hätte unterschrieben werden dürfen. Das hat Siemens-Chef Joe Kaeser im Gespräch mit mir persönlich eingeräumt", betont die Fridays-for-Future-Aktivistin. "Die Reputationsschäden für den Konzern, der sich als Klimaschutz-Konzern inszenieren möchte und das Pariser Abkommen befürwortet, sind gewaltig. Siemens profitiert jetzt von einem Minenprojekt, dass 60 Jahre lang Kohle fördern soll. Nicht nur für den Planeten, auch für den Konzern ist der Schaden gewaltig."

Neubauer: "Siemens setzt seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel"

Von der Hauptversammlung der Aktionäre von Siemens am 5. Februar erhofft sich Neubauer, dass dort deutlich werden sollte, dass es auch innerhalb des Konzerns geteilte Meinungen gebe. "Siemens setzt gerade seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Das müsste auf der Hauptversammlung thematisiert werden." Dass "Klimahysterie" zum Unwort des Jahres gewählt worden ist, hält Neubauer für "nachvollziehbar". "Das Wort ,Klimahysterie‘ vermittelt den Eindruck, dass es Menschen gibt, die statt sachlich über die Klimakrise zu sprechen, Hysterie verbreiten wollen. Das Wort dient alleine dazu, diejenigen abzuwerten, die sich an der Debatte über die Klimakrise beteiligen", urteilte die Klimaaktivistin. Sie hofft, dass die Wahl des Unwortes dem Klimadiskurs nachhaltig zugutekomme.

Das vollständige Interview im Wortlaut lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Passauer Neuen Presse (Online-Kiosk) oder kostenlos im PNP Plusportal.






 

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