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11.08.2013  |  14:19 Uhr

Hilfe für ungarisches Paar: Kinderwagen für Drillinge gesucht

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Edi Schmid und sein ehrenamtliches Ungarnhilfe-Team der BRK-Bereitschaften suchen bis zum 22. August dringend einen Drillingskinderwagen für eine bedürftige Familie im ungarischen Dorf Zalabaksa. "An diesem Tag fährt der nächste Lastwagen mit gespendeten Hilfsgütern aus dem Landkreis ins Komitat Zala ab. Die jungen Leute erwarten in wenigen Tagen die Geburt ihrer Drillinge und können sich keinen Kinderwagen leisten", erklärt Schmid.

Geburt in wenigen Tagen

Die BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall unterstützt seit 21 Jahren das Ungarische Rote Kreuz (URK) im Komitat (Landkreis) Zala westlich vom Plattensee. Währen der vielen Jahre hat sich eine intensive Freundschaft zwischen den Rotkreuzlern aus beiden Ländern entwickelt. Im August 2013 findet der mittlerweile 87. Hilfsgüter-Transport aus dem Berchtesgadener Land in die Region statt. Organisator Edi Schmid sucht für seine derzeit vor allem aus Rentnern bestehende Gruppe auch dringend junge Leute, die beim Verladen der zum Teil schweren Möbelstücke helfen können. "Aktuell sind wir ein gemischtes Team aus BRK-Bereitschaft, Bergwacht im BRK und Alpenverein. Wir bräuchten ein paar jüngere Leute, die von Zeit zu Zeit mit anpacken, Möbel aus Wohnungen abholen und auf Lastwagen verladen können", erklärt Schmid.

Inflationsrate von sechs Prozent

Obwohl Ungarn mittlerweile schon neun Jahre zur Europäischen Union gehört, hinkt es noch immer weit hinter dem europäischen Wohlstand hinterher: Nur rund fünf Prozent der Menschen sind finanziell gut abgesichert. Der Rest zählt zu den so genannten Mittel- und Schlechtverdienern. Die Inflationsrate betrug 2012 sechs Prozent und die Mehrwertsteuer hat mittlerweile 27 Prozent erreicht. 30 Prozent der Menschen sind Rentner, 20 Prozent Kinder unter 19 Jahren und sechs Prozent leben mit einer Behinderung, 14 Prozent sind arbeitslos und nur 30 Prozent zählen zu den Erwerbstätigen, wobei davon 14 Prozent lediglich einen Mindestlohn verdienen. "Das Einkommen einer Familie reicht gerade nur so für das tägliche Brot" bedauert BRK-Altkreisgeschäftsführer Edi Schmid, der im Berchtesgadener Land nach wie vor Hilfsgüter sammelt und sie mit seinem ehrenamtlichen Team einlagert und regelmäßig nach Ungarn bringt. Die Transportkosten werden vom BRK mit Spendengeldern finanziert.

Das URK versorgt im Komitat Zala mit rund 300.000 Einwohnern die bedürftige Bevölkerung in über 250 Dörfern und Städten und betreibt vier Obdachlosenheime, in denen täglich etwa 400 Menschen untergebracht und verpflegt werden. In den kalten Wintermonaten werden vom URK weitere 200 so genannte Brückenschläfer ohne festen Wohnsitz täglich durch eine Volksküche versorgt, in der die Betreuten auch warme Getränke und Kleider erhalten. "Die Ungarn haben sich bei ihren Diensten einiges vom BRK abgeschaut", berichtet Schmid, der seit über 20 Jahren einen regen Erfahrungsaustausch pflegt.

"Einiges vom BRK abgeschaut"

Das URK in Zala unterhält mittlerweile in 75 Orten den Hausnotruf, sammelt jährlich rund 15.000 Blutkonserven, bildet die Bevölkerung in Erster Hilfe aus, unterhält in den meisten Orten einen ambulanten Alten- und Krankenpflegedienst, betreibt Kleiderkammern und betreut Behinderte, Alkoholiker und psychisch Kranke. Neben 160 haupt- und nebenamtlichen Mitarbeitern helfen noch rund 2.000 Ehrenamtliche bei der Versorgung der bedürftigen Bevölkerung mit.






 

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