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Regensburg  |  09.02.2019  |  06:02 Uhr

Zwei weitere Anklagen gegen Wolbergs erhoben

von Christian Eckl

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Joachim Wolbergs sieht sich mit neuen Verfahren konfrontiert. – dpa

Joachim Wolbergs sieht sich mit neuen Verfahren konfrontiert. – dpa

Joachim Wolbergs sieht sich mit neuen Verfahren konfrontiert. – dpa


Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat zwei weitere Anklagen gegen den suspendierten Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs erhoben. Nach Informationen aus Justizkreisen handelt es sich dabei um die Brüder Martin und Ferdinand Schmack sowie um ein Immobilienunternehmen aus Franken, das in Regensburg ein Baugebiet und eine prominente Gewerbeimmobilie ermittelt hat.

Beide weiteren Anklagen sind bei der fünften Strafkammer am Landgericht unter Vorsitz von Richter Roland Kimmerl anhängig. Dort liegt bereits die dritte noch nicht zugelassene Anklageschrift der Staatsanwaltschaft: Diese betrifft den Bauunternehmer Thomas D., der bereits einen Strafbefehl über 500 Tagessätze und ein Jahr Freiheitsstrafe zur Bewährung wegen Bestechung akzeptiert hatte.

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PNP-Informationen zufolge hat auch der Immobilienunternehmer aus Franken einen Strafbefehl akzeptiert, was es für Wolbergs Verteidigung umso schwieriger machen wird: Wo ein Bestechender, da muss nach juristischer Logik auch immer ein Bestochener sein. Wolbergs beteuert nicht nur seine Unschuld, der Bauträger Thomas D. hat stets beteuert, den Vorwurf der Bestechung für falsch zu halten. Doch der Druck auf ihn war nach einer Untersuchungshaft im Herbst 2017 zu groß geworden. Bei dem Bauunternehmer aus Franken stehen lediglich zwei Spenden an Wolbergs im Raum, das Spendenaufkommen insgesamt beläuft sich auf 8500 Euro. Eine dieser Spenden über 5000 Euro wurde von einer GmbH des Bauunternehmers getätigt. Im Zusammenhang mit einer Mail über einen zweiten Bauabschnitt eines Wohnbaugebiets will die Staatsanwaltschaft offenbar eine Vorteilsannahme durch Wolbergs erkennen.

Im Zusammenhang mit dem Bauunternehmen Schmack wird Wolbergs vorgeworfen, gegen Spenden von insgesamt 64.500 Euro an den SPD-Ortsverein Stadtsüden eine Baugenehmigung für eine Industriehalle bewilligt zu haben. Die Genehmigung stammt aus einer Zeit, in der bereits gegen Wolbergs ermittelt wurde.

Mehr dazu lesen Sie am Wochenende kostenlos mit PNP Plus und in der Passauer Neuen Presse (Online-Kiosk).






 

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