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Landshut/Moosburg  |  15.03.2019  |  05:45 Uhr

Fische mit krebserregender Arznei in Isar gefangen und gegessen

von Alexander Schmid

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An dieser Stelle bei Moosburg wurden die Fische in der Isar ausgesetzt. −Foto: Hack

An dieser Stelle bei Moosburg wurden die Fische in der Isar ausgesetzt. −Foto: Hack

An dieser Stelle bei Moosburg wurden die Fische in der Isar ausgesetzt. −Foto: Hack


Für Aquarienbesitzer ist Malachitgrün ein echter Segen. Es wirkt gegen Parasiten, bakterielle Infektionen und Pilzbefall bei Fischen, der Weißpünktchenkrankheit zum Beispiel. Wird Wasser mit der Substanz versetzt, dann schimmert es erst einmal schön grün. Für Menschen ist die Substanz gefährlich. Der Stoff steht seit vielen Jahren im Verdacht, das Erbgut zu schädigen und Krebs auszulösen. Er darf deshalb nicht in die Nahrungskette gelangen. Jetzt ist Malachitgrün bei Forellen in der Isar in einer hohen Konzentration von 336 Mikrogramm pro Kilogramm nachgewiesen worden. Das dürfte auch die Staatsanwaltschaft Landshut interessieren, die seit Wochen gegen Fischzuchtbetriebe aus dem Landkreis Freising ermittelt.

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Der Anglerverein Moosburg hatte die Untersuchung der Fische aus der Isar veranlasst, nachdem bekannt geworden ist, dass Fischzüchter im Landkreis Freising das Medikament offenbar eingesetzt haben. 450 der Tiere hatte der Verein vor Monaten bei einem der verdächtigen Betriebe gekauft und die Tiere dann in der Isar ausgesetzt. Mittlerweile sind einige der Regenbogenforellen gefangen und verzehrt worden, wie der Vorsitzende des Anglervereins Moosburg, Michael Hartl, bestätigt. Das Landratsamt in Freising steht deshalb in der Kritik. Denn der Fall ist den Behörden seit Monaten bekannt.

"Die Öffentlichkeit wurde nicht informiert, weil die rechtlichen Voraussetzungen nicht vorlagen", sagt Robert Stangl, Sprecher des Landratsamtes Freising, auf Anfrage. Es habe eine Beprobung des betreffenden Betriebs durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gegeben, dabei seien die Grenzwerte für eine gesundheitliche Gefährdung aber nicht überschritten worden. Das Landratsamt habe also nicht an die Öffentlichkeit gehen dürfen.

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