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London/Teheran  |  12.01.2020  |  09:23 Uhr

Bei Protesten in Teheran: Britischer Botschafter festgenommen

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Iraner nehmen an einer Trauerfeier für die Opfer des Flugzeugabsturzes teil. In mehreren Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran soll es Medienberichten zufolge Proteste wegen des Abschusses der ukrainischen Passagiermaschine durch das iranische Militär gegeben haben. −Foto: Ahmad Halabisaz/XinHua/dpa

Iraner nehmen an einer Trauerfeier für die Opfer des Flugzeugabsturzes teil. In mehreren Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran soll es Medienberichten zufolge Proteste wegen des Abschusses der ukrainischen Passagiermaschine durch das iranische Militär gegeben haben. −Foto: Ahmad Halabisaz/XinHua/dpa

Iraner nehmen an einer Trauerfeier für die Opfer des Flugzeugabsturzes teil. In mehreren Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran soll es Medienberichten zufolge Proteste wegen des Abschusses der ukrainischen Passagiermaschine durch das iranische Militär gegeben haben. −Foto: Ahmad Halabisaz/XinHua/dpa


Großbritannien hat auf die vorübergehende Festnahme des britischen Botschafters in Teheran empört reagiert. Botschafter Rob Macaire hatte am Samstagabend an einer Protestkundgebung vor der Universität Amir Kabir wegen des Abschusses eines ukrainischen Passagierflugzeugs durch den Iran teilgenommen.

Mehr zum Thema:
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"Die grundlose und unbegründete Festnahme unsere Botschafters in Teheran ist eine ungeheuerliche Verletzung internationalen Rechts", erklärte der britische Außenminister Dominic Raab am Samstagabend. Botschafter Rob Macaire wurde laut Nachrichtenagentur Tasnim für einige Stunden festgenommen. Danach kam er dem Bericht zufolge wieder frei. Macaire hatte demnach am Samstagabend an einer Protestkundgebung vor der Universität Amir Kabir wegen des Abschusses eines ukrainischen Passagierflugzeugs durch den Iran teilgenommen. US-Präsident Donald Trump sicherte den Demonstranten im Iran seine Unterstützung zu.

Iranische Regierung "am Scheideweg"

Der britische Außenminister erklärte: "Die iranische Regierung steht an einem Scheideweg." Sie könne ihren Marsch in Richtung eines Außenseiterstatus weitergehen mit aller politischer und wirtschaftlicher Isolation. Oder sie könne deeskalierende Schritte einleiten und sich auf einem diplomatischen Weg nach vorn bewegen.

Iran entschuldigt sich für Abschuss

Der Iran hatte den versehentlichen Abschuss der Maschine am Samstag eingeräumt. Die Behörden sprachen in den Tagen zuvor von einem technischen Defekt der Maschine. Die gesamte iranische Führung drückte ihr Bedauern über den Vorfall aus. Es wurden demnach juristische Schritte gegen die Verantwortlichen eingeleitet. Die Maschine war am Mittwoch auf dem Flug von Teheran nach Kiew in der Ukraine kurz nach dem Start abgestürzt. Niemand der 176 Menschen an Bord überlebte.

Britischer Botschafter festgenommen

Botschafter Macaire habe die Demonstranten provoziert, "radikale Aktionen" durchzuführen, schrieb die Nachrichtenagentur Tasnim. Er sei nach "einigen Stunden" wieder freigelassen worden, werde aber am Sonntag ins Außenministerium einbestellt, zitierte Tasnim unter Berufung auf informierte Quellen.

Proteste in Teheran

Iranischen Medienberichten zufolge gab es in mehreren Teilen Teherans Proteste wegen des Abschusses der Maschine. Laut den Nachrichtenagenturen Irna und Isna nahmen Hunderte an Protestkundgebungen am Samstagabend vor den Universitäten Teheran, Amir Kabir und Scharif teil. Sie kritisierten sowohl den Abschuss sowie die tagelangen Dementis iranischer Behörden und Medien.

Trump twitter "Beistand"

US-Präsident Trump schickte am Samstag (Ortszeit) inhaltsgleiche Twitter-Nachrichten auf Englisch und auf Persisch an das "tapfere, leidgeprüfte Volk" im Iran. "Ich stehe seit Beginn meiner Präsidentschaft an Ihrer Seite, und meine Regierung wird Ihnen auch weiterhin zur Seite stehen", schrieb der Präsident mit Blick auf die Demonstranten. "Wir verfolgen Ihre Proteste aufmerksam und lassen uns von Ihrem Mut inspirieren."

"Die Welt sieht zu"

In einem weiteren Tweet forderte Trump, die iranische Regierung müsse Menschenrechtsorganisationen erlauben, "die anhaltenden Proteste des iranischen Volkes" zu beobachten und darüber zu berichten. "Es kann weder ein weiteres Massaker an friedlichen Demonstranten noch eine Abschaltung des Internets geben. Die Welt sieht zu." − dpa






 

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